Stefan Kaiser, WOLKEN WOLLEN WANDERN (WWW), am besten täglich, aber – sie sind so frei – nicht chronologisch.

22.09.2021 Manchmal scheint es so, als ob sich die Wolken gegenseitig bekämpften. Drohgebärden, Imponiergehabe, Scheinangriffe, – und manchmal fallen sie übereinander her.

179/21. Nie gesehene Begegnung glupschäugiger Wolkenwesen, 27.08.2021

21.09.2021 Einer geht noch. Diesmal ein sehr breites Exemplar, und auch aus großer Entfernung ahnt man, wie es unter dem Wolkendach gießt und schüttet. Ein paradoxes Dach, wenn man so will: es schützt nicht vor Sturm und Regen, sondern es schützt Sturm und Regen, die sich unter ihm ungestört austoben können.

178/21. Gewitterwolkendach, 21.03.2015

20.09.2021 Bleiben wir noch ein wenig bei den selbst-austeilenden Ambossen. Die bedrohliche Wucht der Wolke können auch die hübschen Mammatus-Brüste an der linken Unterseite nicht mildern.

177/21. Gewitterwolke in der Abendsonne, 28.01.2020

16.09.2021

Hübscher Gewitteramboss
Raus aus dem Wolkenwahlkampf, rein in den Wolkennahkampf. Die Wolken können sich nicht um alles auf Erden kümmern. Gut, die Verbesserungen der Wahlplakate waren richtig und überfällig, aber schon sind die Wolken wieder bei ihren eigentlichen Kernkompetenzen: wandern, wachsen, wabern, wichtig tun, so wie diese hübsche Gewitterwolke, die sich zu stattlicher Drohgebärde auftürmt.
176/21. Hübscher Gewitteramboss, 09.09.2021
Die Bezeichnung Gewitteramboss, die sich natürlich von der Form der Wolke ableitet, ist auf der einen Seite ganz passend, wenn man das Kraftvolle, Ungestüme, Laute, Gewalttätige einer Schmiede in Beziehung setzt zu den Vorgängen bei einem Gewitter, auf der anderen Seite aber in fast ärgerlicher Weise unpassend, denn während auf den Amboss in der Schmiede unentwegt eingeschlagen wird, ist es beim Gewitter der Amboss selbst, der austeilt, und zwar manchmal heftig. In diesem Fall war aber nix.

14.09.2021 Wolkenwahlkampf (4/4)

Einen besonderen Akzent setzt auch die FDP in diesem Plakat-Wahlkampf.
Da ist Christian Lindner, der mit einem Portraitfoto wirbt, das ihn so geschickt beleuchtet, dass der Schatten der Nase ein kleines Hitlerbärtchen unter dieselbe zu werfen scheint. Der träumerisch-entschlossene rückwärts gerichtete Blick passt ebenfalls ganz hervorragend in dieses Plakat-Desaster. Ab in den Papierkorb!
In diesem Fall kann auch das WOLKENMEHR nicht meer allzu viel retten. Das Bärtchen setzt sich, hat man es einmal gesehen, irgendwie durch.
Wenigstens vermitteln auch hier die sanften Wolkengebilde Transparenz, Wandel in der Beständigkeit, Zuversicht und Harmonie, - so wie alle Parteien es sich doch nur wünschen können, womit schlüssig bewiesen ist: Wolken können es besser! 

Wer weiß, wie die Wahl ausginge, wenn Wolken wählen würden…

13.09.2021 Wolkenwahlkampf (3/4)

Im Vergleich zur CDU gehen die Grünen noch einen Schritt weiter. Da sind Annalena Baerbock und Robert Habeck. Die armen Kandidaten scheinen den Schleudergang in der Waschmaschine bereits hinter sich zu haben. Ihnen ist offensichtlich schlecht, wie die grüne Gesichtsfarbe unmissverständlich verrät. Auf die Idee, mit grünlichen Gesichtern zu werben, muss man erst mal kommen und natürlich gehört auch dieses Plakat in den Papierkorb.

Ist hier überhaupt noch etwas zu retten?

Das WOLKENMEHR befreit die Protagonisten wenigstens von ihrer ungesunden Gesichtsfarbe. Betrüblicherweise werden allerdings ausgerechnet die grünen Kandidaten von gewaltigen RWE-Wolken bläulich eingenebelt, was sowohl die ausgelassene Stimmung der beiden als auch den bedauerlichen Slogan erklären mag.

11.09.2021 Wolkenwahlkampf (2/4)

Das mit der runden Sache hat sich auch die CDU gedacht und lässt ihre Kandidaten aus einer Art Waschmaschine herausschauen. Das tut auch Armin Laschet – wenngleich inzwischen recht selten, aber das steht auf einem anderen Blatt – rosig-schick wie aus dem Ei gepellt, die Krawatte sitzt, der Anzug glänzt. Immerhin nimmt das Plakat das Motiv des Bullauges oder Flugzeugfensters auf und ist somit wolken-tauglich. Dennoch gehört es natürlich in den Papierkorb.

Das WOLKENMEHR hilft auch hier gerne aus.

Armin Laschet lugt als Übervater und lieber Gott von außen grinsend durch das Flugzeugfenster und wirbt für sein modernes Wolkenreich. An die anderen Flugzeuge vom 11. September muss man dabei wirklich nicht denken.

10.09.2021 Wolkenwahlkampf (1/4)

Liebe Wolkenfreunde, aus aktuellem Anlass richtet sich unser Blick, abgelenkt durch viel Farbig-Bedrucktes an den Straßenrändern weniger himmelwärts, als betrübt und erschüttert nach unten. Und was müssen wir da sehen? Wahlplakate, hoch hängend, aber auf neuem Tiefststand, wie gesagt: ganz unten. Oder sind es doch schon Persiflagen, und das WOLKENMEHR rennt hier offene Himmelstüren ein?
Wir nehmen uns jedenfalls dieses irdischen Notstandes an und machen quasi aus höherer Warte ein paar Verbesserungsvorschläge.
Gerade hat man sich einigermaßen an den NPD-farbigen Gesamteindruck der SPD-Kampagne gewöhnt und erschreckt nicht mehr bei jedem Plakat dieser Partei, da taucht Olaf Scholz auf, der Mann mit dem kleinen Kopf und den gewaltigen Händen, die sich um einen Briefumschlag krampfen. Was sagt uns das Bild, - lassen wir die Schrift einmal bei Seite?
- Seht her, meine kraftvollen Arbeiterhände können zupacken?
- Seht her (jedes Plakat sagt natürlich: seht her), obwohl ich so große Pranken habe, kann ich doch etwas so Fragiles wie ein Stück Papier ergreifen, ohne es gleich zu zerreißen?
- Oder will uns das Plakat gar auf hintergründige Weise an das erinnern, was viele ohnehin schon immer argwöhnten, dass nämlich der Wahl-Schein ein subtiler Hinweis auf eine Schein-Wahl ist?

Wie dem auch sei, das Plakat gehört eindeutig in den Papierkorb.
Statt dessen hier ein neuer Vorschlag des WOLKENMEHRS:
Frische Farben wischen den deutsch-nationalen Mief weg, ein bisschen Rot kann die SPD gerne behalten. Gottvater Scholz knetet an ein paar Wolken herum. Der Slogan stammt aus guten alten Beuys-Tagen, eine runde Sache.

08.09.2021 Mit den Wolken auf Augenhöhe (3)

175/21. Dazwischen der Chiemsee, 26.06.2021

Das ist mein Lieblingsbild der kleinen Serie Mit den Wolken auf Augenhöhe. Es zeigt die wunderbare, bis ins Überirdische gehende Ordnung in Oberbayern. Alles ist wohlgegliedert an seinem Platz, Berge, Seen, Länder und Wolken – wie schaffen die das bloß?

07.09.2021 Mit den Wolken auf Augenhöhe (2)

174/21. Mit den Wolken auf Augenhöhe: Blick in die Tiefe des oberbayrischen Raumes, 26.06.2021

06.09.2021 Mit den Wolken auf Augenhöhe (I): Das Gefühl des schwerelosen Schwebens beim Blick in die Wolken stellt sich natürlich noch leichter ein, wenn man wirklich mit den Wolken auf Augenhöhe ist. Deshalb heute und an den folgenden Tagen ein paar fotografische Rückblicke auf meine Wanderung zur Kampenwand mit weiß-blauem Wolkentreiben über dem Chiemgau.

173/21. Mit den Wolken auf Augenhöhe, oberbayrisches Wolkenschweben, 26.06.2021

04.09.2021

172a/21. Schwereloses Wolkentreiben, 27.08.2021
Schwereloses Wolkentreiben
Und wäre da nicht das bisschen Land am unteren Bildrand, und wüsste ich nicht, dass ich das Foto auf festem Boden stehend gemacht habe, und wären die Bildränder flugzeugfensterartig rund angeschnitten, ich fühlte mich losgelöst schwebend in großer Höhe zwischen den Wolken.
Ich werde es gleich mal ausprobieren... 
172b/21. Es hat geklappt!

02.09.2021

171/21. Wolke unter Wolken über’m Land, 27.08.2021

31.08.2021

170/21. Gewagt-dynamischer Wolken-Jongleur, 27.08.2021

30.08.2021 Auf der Suche nach dem Sommer 2021

169/21. Sommerliche Finsternis über dem Stoppelfeld, 26.07.2021

24.08.2021 Auf der Suche nach dem Sommer 2021

168/21. Bis in die Wolken, 26.07.2021

20.08.2021 Auf der Suche nach dem Sommer 2021

167/21. Beschwerliche Wolkentreppe, 26.07.2021

19.08.2021 Auf der Suche nach dem Sommer 2021

166/21. Weiße Drohung, 26.07.2021

16.08.2021 MfK

165/21. Stefan Kaiser, Neue Gewitter-Briefmarken, die Schwarzweiß-Serie, 2021

Dass die Deutsche Bundespost ausgerechnet in diesem Sommer Briefmarken mit Unwettern herausgibt, zeugt doch von einem feinem Gespür für die klimatischen Veränderungen in unserer Zeit und – bei dem langen Vorlauf in der Produktion – von fast prophetischer Weitsicht in die Schrecknisse dieses Jahres. Eine Serie der schönsten Waldbrände soll in Vorbereitung sein.

15.08.2021

164/21. Schmaler Mond zwischen schmalen Wolken, 12.08.2021

14.08.2021

163/21. Taghelle Finsternis, 09.08.2021

11.08.2021

162/21. Finsternis über dem Feld, 09.08.2021

10.08.2021 Tagung des Hohen-Wolken-Rates

161/21. Der Hohe-Wolken-Rat, 05.08.2021
Der Hohe-Wolken-Rat, das oberste Wolkengericht, hat am 05.08.2021 getagt.
Hier Auszüge aus dem Protokoll:
"Wie wär's mit Kälte, Nebel und Finsternis?" - "Wolkenbruch und Regengüsse, machen wir sie nass!" - "Ich bin für Hagel, Blitz und Donner! Das ganze Elend kaputt schlagen!" - "Sintflut! Das Land unter Wasser setzen!" - "Hitze, Dürre, Trockenheit! Soll doch die Erde verdorren!" - "Dazu Feuer und Wind, einfach alles abfackeln!" - "Warum nicht das ganze Programm in dieser Reihenfolge?"
Es war wirklich eine schlechte Stimmung im Hohen-Wolken-Rat am 05.08.2021.

09.08.2021 MfK

160/21. Stefan Kaiser, Eine alte und drei neue Gewitter-Briefmarken, August 2021

08.08.2021 Weil heute Sonntag ist, hier auch das andere Ende des Regenbogens:

159/21. Lichtzauber und Zauberstab, 07.08.2021

07.08.2021

158/21. Der Turm, der Regenbogen und ich, 07.08.2021

04.08.2021

157/21. Breite Abendsonnenstrahlenbänder über dem Chiemsee, 25.06.2021

03.08.2021

156/21. Zwischen den Häusern, 25.07.2021
abend zwischen den häusern

wolkenberge, wolkenburgen, wolkenstreifen über'm land
wolkenteppich, wolkenschleier, wolkenriese aufgewacht
abendrosa, abendblau, auch abendgrau zur wolkennacht
unter'm himmel ungesehen, zwischen häusern unerkannt

02.08.2021 Versöhnliche Schwärze? Jedenfalls immer wieder gern gesehen.

155/21. Regenbogen über niederrheinischer Landschaft, 26.07.2021

01.08.2021 Sieht so der Weg in den August aus? Ist das Schwarzseherei, ist das Schwarzweißmalerei, oder trifft das Bild ins Schwarze? Drei schwarze Figuren, glücklicherweise zu Fuß, also keine Schwarzfahrer, fliehen vor der bedrohlichen Schwärze des Himmels, oder ist das alles Wolkenrassismus?

154/21. Der Weg unter großen Wolken, 13.03.2021

30.07.2021

153/21. Abendgewitter, 15.05.2021

27.07.2021 Sommer 2021

152/21. Ein Unwetter zieht auf, 26.07.2021

26.07.2021 MfK: Himmelsauge sei wachsam!

151/21. Himmelsauge, 24.06.2021
Fotograf, Augen auf bei der Motivwahl! Da ist doch ein Auge im Himmel!

Nein, das Auge eines Hurrikans ist es nicht, trotz des drohend-dunklen Gewölks. Dass es nicht trocken bleiben wird, kann man vermuten.
Auch der Himmel hat manchmal blaue Augen, jedenfalls eines, ohne dass man sagen würde, er sei mit einem blauen Auge davongekommen. Wer hätte dem Himmel auch ein blaues Auge verpassen sollen? Wer hätte es gewagt, Auge um Auge?
Mir scheint die Sonne aus dem Auge, könnte der Himmel sagen, und ihr da unten, ihr seid mir egal.
Nochmal ein Auge zudrücken, das würde vielleicht helfen.
Aus dem Auge, aus dem Sinn, - so einfach ist das nicht, denn das Auge sieht irgendwo hin.
Es schaut auf uns von oben herab. Wer schaut auf uns herab?
Big brother is watching you, aber: from the distance, wenigstens das. Von gleicher Augenhöhe ohnehin keine Rede.
Natürlich ist er König hier, der Einäugige, denn nicht auf die Quantität kommt es an (ihr Spinnen aufgemerkt!), sondern auf die Qualität des Auges.
Polyphemhaft hat der Himmel ein Auge auf uns geworfen. Wir schauen beidäugig, aber ungläubig zurück, von Zyklop bis Zyklon ist es nicht weit, blicken ihm tief ins Auge. Kann dieses Auge lügen? Kann es auch gucken? Die milchige Trübung deutet eher auf einen fortgeschrittenen grauen Star.
Die Augen des himmelbewohnenden Stars sind übrigens dunkelbraun.

Augen auf bei der Himmelsfotografie und den Kopf raus aus den Wolken, und die Wolken raus aus dem Kopf und Schluss mit dem Unsinn!

25.07.2021

151/21. Flache Wolken über flachem Land, in ihrem Flug kaum gebremst von den Antennen, 19.02.2021

24.07.2021 Noch ein Wolkenzug, von Flugzeugen gelegentlich begleitet

150/21. Feierlicher Zug der Silberwolken, 19.02.2021

23.07.2021 Noch etwas Wolkenschrift, nicht minder kryptisch

149/21. Zug der Zeichen, Wolkenschrift-Zug, 27.06.2021

20.07.2021

148/21. Wolkenschrift – Himmelsbotschaft, 27.06.2021
Wolkenschrift - Himmelsbotschaft

Ein Zeichen ist ein wahrnehmbares Signal, an das eine Bedeutung geknüpft ist.
Ein Zeichen funktioniert erst als Zeichen, wenn die Bedeutung verstanden wird.
Ein Zeichen bleibt aber ein Zeichen, auch wenn man die Bedeutung nicht kennt.
Sage keiner, die Wölkchen im Himmel seien ohne Bedeutung.

Manchmal meint man, der Himmel möchte uns etwas sagen.
Manchmal meint man zu verstehen.
Meistens aber bleibt alles rätselhaft.
Manchmal fragt man sich, ob man die Zeichen nicht hätte verstehen müssen.

19.07.2021 MfK

147/21. Mondfahrten

Zum Video Mondfahrten

16.07.2021

146/21. Scheinbar harmloses Streifenmuster, 12.07.2021
Am Vormittag des 12.07.2021 schien noch die Sonne aus einem überwiegend blauen Himmel, der allerdings sehr merkwürdige Strukturen und Muster aufwies, im Nachhinein könnte man von einem Menetekel am Himmel sprechen; denn danach kam der große Regen, Bernd genannt, mit den bekannten schrecklichen Folgen.

15.07.2021 Aus aktuellem Anlass ein typisches Bild des Hochsommers 21

145/21. Wolkenfurie über flachem Land, 24.06.2021

12.07.2021 MfK

144/21/I. Ein Aquarell
Ein Aquarell, nass in nass, kein Zweifel, Wolken? Wohl doch eher ungegenständlich. Man ahnt, an welchen Stellen der Pinsel angesetzt wurde, um Wasserfarbe auf das strukturierte Papier fließen zu lassen, man sieht die Verläufe der Blau- und Grautöne auf dem angefeuchteten Malgrund, man erkennt die Ränder, an denen die wässrige Farbe an bereits getrocknete Orte stieß und sich kräftiger ablagern konnte, man sieht die Flächen, an denen sich die Farbe selbstständig gemacht hat und eigenwillige Strukturen bildete, man sieht das Vage, Unbestimmte, Zufallsgelenkte der Maltechnik, mit leichtem Bedauern stellt man fest, dass in der Mitte die schwarze Tusche etwas dick aufgetragen wurde und sich zu massiv über die lichten Töne geschichtet hat.

Und dann drückt man die Umkehren-Taste erneut und hat wieder die Farbfotografie des Mondes vor sich. Kein Zweifel: ein Foto.
Malerische Fotografie, fotografische Malerei, oder so, oder was?
144/21/II. Mond in Wolken, 02.09.2020

10.07.2021 Tag und Nacht

Die Sonne sinkt gegen den Horizont. Abendwölkchen haben sich zu ausladenden Fliegenden-Teppich-Verbänden zusammengetan und ziehen ihr langsam hinterher. Ein grauer Dunstschleier entschwebt nördlich ohne Eile und gibt den Blick frei in das Dunkel, in die kommende Nacht, in das Weltall.

143/21. Abendwölkchen-Teppich, 04.07.2021

07.07.2021 Sieht aus wie ein Vexierbild oder eine bewusste Verzerrung, ist aber nur ein einfaches und ehrliches Schwarzweißfoto:

142/21. Gewitterverwehungen über dem Niederrhein, 04.07.2021

06.07.2021 Das Ende des Regenbogens (II)

141/21. Ein Regenbogen wird verschlungen, 27.06.2021

Und dann war es, als ob der Himmel genug hätte von diesen farbigen Spielereien, von diesem Firlefanz, auch wenn er recht feierlich daherkam, dieser Regenbogen, dieses angebliche Symbol der Versöhnung – als ob eine Versöhnung zwischen Himmel und Erde oder gar zwischen Himmel und Menschen jemals möglich wäre -, und es zeigte sich, dass es nur ein kurzes Innehalten des Unwetters gewesen war, ein kurzes Luftholen, das diesen Lichtbogen, diese Vorspiegelung von Frieden und Harmonie hervorgezaubert hatte, ein schnöder Taschenspielertrick himmlischer Mächte, um ihn dann im nächsten Augenblick ohne Bedauern gründlich und restlos zu verschlingen.

05.07.2021 Montag für die Kunst

140/21. Wolkenwollust

Zum Video Wolkenwollust

04.07.2021

139/21. Mammatuswolken im Abendlicht, 27.06.2021

03.07.2021

138/21. Abenddusche aus der Gewitter-Nasszelle, 27.06.2021

02.07.2021 Zurück nach Oberbayern

137/21. Gewaltiger Wolkenaufzug über dem Chiemsee 25.06.2021

Mit zunehmender Sorge beobachten Experten die Ausweitung der Wolkenposer-Szene über dem Chiemsee in diesem Sommer. Besonders an Wochenenden nimmt die Zahl der Großwolken, die sich in Form, Wandlungsfähigkeit, Ausdehnung und Farbe gegenseitig zu überbieten suchen, bedenklich zu, – mit allen bekannten Folgen: Gefährdung der Schifffahrt, Blitzeinschläge, Überflutungen, Hagelschäden in der Landwirtschaft usw. Die örtlichen Behörden sind alarmiert, zur Zeit aber noch unschlüssig in der Beurteilung der Lage und insbesondere in der Frage, welche Maßnahmen geeignet seien, dem wilden Treiben ein Ende zu setzen.

01.07.2021 Der Weg in den Juli

136/21. Durch Sonne und Regen, 05.04.2021

30.06.2021

135/21. Das Ende des Regenbogens, 27.06.2021
Das Ende des Regenbogens(I)
Der Regenbogen hat eine lange Tradition. Seit es Sonnenlicht und Wasser, das sich dazu tröpfchenförmig an passendem Orte verteilt, gibt, tritt er immer wieder zur allgemeinen Begeisterung von Mensch und Tier in Erscheinung. Als man beobachtete, dass er dies vor allem nach gewaltigen Regengüssen tat, war die Vorstellung, den Regenbogen als magisches oder göttliches Zeichen für Hoffnung, Erlösung, Versöhnung aufzufassen, nicht allzu fern liegend. Der erste namentlich bekannte Regenbogenbeobachter, -deuter und -verehrer war Noah, als das Ende der Sintflut nahte.
Seitdem hat der Regenbogen und seine leuchtenden Farben neben den angesprochenen noch weitere Bedeutungen hinzugewonnen als leuchtendes Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung, als Zeichen für Umweltschutz auf den Greenpeace-Schiffen mit dem seltsam martialischen Namen Rainbow Warrior, der mit der Pace-Inschrift, auf den Flaggen der Friedensbewegung in Kontrast zu stehen scheint.
In der Tat gibt es bei den zahlreichen Regenbogen-Fahnen gewisse Unterschiede, in der Zahl der Farben und in deren Anordnung. Da diese aber nicht ganz leicht zu erkennen sind, und ja ohnehin alle für Frieden, eine saubere Umwelt, Toleranz, Respekt und Weltoffenheit sind, da es immer wichtig und richtig (und leicht) ist, Zeichen zusetzen und da die Farben ja auch so schön sind, wollte man ein ganzes Stadion in Regenbogenfarben erstrahlen lassen, was dann aber verboten wurde, weil es nicht nur Folklore, sondern zu sehr Politik gewesen wäre, weshalb sich der Regenbogen mit dem schmalen Stoffstreifen der Kapitänsarmbinde begnügen musste.
Das wollten sich die übergeordneten Himmelsinstanzen natürlich nicht gefallen lassen und setzen hier ein bedeutendes Zeichen in das Alpenvorland, wobei der blassere äußere Regenbogen listigerweise die Farben in umgekehrter Reihenfolge zeigt. Auch die Tatsache, dass sie den Regenbogen nicht auf der unsicheren Felswand, sondern auf dem breiten Bergrücken davor fußen lassen und so die Solidität der Lichterscheinung betonen, darf als Zeichen gesehen werden.

27.06.2021 Aus der Wolken-Poser-Szene über dem Chiemsee:

134/21. Bedeutende Abendgewitterwolken, 25.06.2021

24.06.2021 Mit dem letzten Foto habe ich, ohne dass es mir zunächst bewusst war, den harten Wolken-Lockdown, den ich mir seit dem 12.01.2021 auferlegt hatte und der mich verpflichtete, nur Wolken aus meiner unmittelbaren Umgebung in meinem Blog die Flugerlaubnis zu erteilen, beendet. Die Inzidenzen sinken, die Lage scheint sich zu normalisieren, auch unter den Wolken. Hier also direkt das zweite süddeutsche Wolkenfoto:

133/21. Das Echo des Waldes in den Wolken, 22.06.2021

22.06.2021

132/21. Abendsonne aus dunklen Wolken über oberbayerischem Dorf, 22.06.2021

19.06.2021

131/21. Unerhörtes Eindringen, 10.06.2021
Unerhörtes Eindringen 

Ja, ich weiß, es ist ein Effekt, und es ist nicht ganz falsch, ihn billig zu nennen.
Aber jetzt, nachdem ich ihn ausprobiert habe, nachdem ich den Umkehren-Befehl eingegeben habe, ohne Überzeugung, mehr aus Unentschlossenheit, fast aus Langeweile, jedenfalls ohne etwas Besonderes zu erwarten, jetzt bin ich doch berührt von diesem Bild, als würde der Gegensatz des Zart-Weichen, Verschwebenden der abendlichen Dunst-Wolken und der Härte der Flugzeug-Nadelspitze im Negativ an Deutlichkeit gewinnen und als würde mir die Unverfrorenheit dieses unerhörten Eindringens erst jetzt klar werden.

18.06.2021

130/21. Wolkenschichten, Wolkengeschichte: Sommerliches Himmels-Geschichte, 21.05.2018

16.06.2021

129/21. Sommerwolken über gelbem Korn, 10.06.2017

Aus allen Wolken fallen – davon ist unbedingt abzuraten, da sollte man sich schon entscheiden! Ich würde gerne so eine hübsche weiße nehmen, wolke-sieben-artig, eine von der man vielleicht gar nicht mehr weg will, auf der man es sich richtig schön gemütlich machen könnte, und dann auf jeden Fall auf einen weichen Untergrund achten, – ein Kornfeld zum Beispiel.

14.06.2021 MfK

128/21. Was geschah wirklich mit Flug MH370?

Zum Video: Was geschah wirklich mit Flug MH370?

11.06.2021 Früher reichte ja noch ein brennender Dornbusch, heute muss es schon ein brennender Nussbaum sein, notfalls im eigenen Garten.

127/21. Der brennende Nussbaum, 10.06.2021

08.06.2021

126/21. Bunt-fetziger Abendwolkenhimmel, 02.06.2021

07.06.2021 MfK

125/21. STEFAN KAISER, Wolke, Gravierung in Zinkplatte, ca. 8,5 x 12 cm

Man muss einen Kupferstich nicht unbedingt drucken, fotografieren geht auch.

06.06.2021

124/21. Panorama mit Silberwolken, 26.05.2015

05.06.2021

123/21. Haupt- und Nebenblitze, 04.05.2021
Potzblitz
Im Zuge des aktuellen Gewittertiefs Peter komme ich noch einmal auf den 12.05.2021 und auf Beuys zurück. Der hieß zwar nicht Peter, sondern Joseph, aber aus mir zunächst nicht ganz erfindlichen Gründen hatte ich ein Blitz-Foto für seinen hundertsten Geburtstag ausgesucht.
Jetzt sind mir aber weitere wichtige Gründe klar geworden: der Mann war blitzgescheit, hatte eine blitzschnelle Auffassungsgabe, Geistesblitze trafen ihn regelmäßig und seine Augen blitzten oft vor Schläue, Einfallsreichtum, Lust und Vergnügen.

04.06.2021

122/21. Dynamische Wolkenstrahlen über ruhigem Kornfeld, 14.05.2014

03.06.2021 Die erste Rose des Jahres 2021 …

121/21. Die erste Rose, 02.06.2021

… erblühte am Abendhimmel des zweiten Juni. Sie war spät dran. Aber die im Garten ziehen sofort nach.

31.05.2021 MfK

120/21. STEFAN KAISER, Wolkenrapport III, 2019, Fotomontage

30.05.2021 Auch ohne Flugzeuge vermag der Himmel recht geschmackvolle Streifenmuster hervorzubringen.

1119/21. Abendliches Streifenmuster, 28.05.2021

27.05.2021 Noch ein paar Vögel

118/21. Drei Vögel und vier Wolken, 12.04.2021

23.05.2021

117/21. Vier Tauben gegen den Sturm, 05.04.2021
Tauben zu Pfingsten

Man kann gegen Tauben sagen, was man will. Dass sie einem mit ihrem stupiden Gegurre und ihrem dauergeilen Paarungsgehabe ständig auf die Nerven gehen, noch verstärkt durch ihr dröhnendes Geflatter und ihr affektiert-gespreiztes Herumstolzieren. Dass sie beim Baden mit dem Schmutz aus ihrem Gefieder den ganzen Gartenteich kontaminieren und dann auch noch ins Wasser kacken. Dass sie grobe unförmige Nester bauen. Dass sie lange vor der Blüte die Knospen des Kirschbaums anknabbern (- und da kann auch ein gelegentlich mitgebrachter Olivenzweig keine Entschuldigung sein).
Aber eines ist bei den Tauben makellos: ihr Flug! Wie elegant diese vier Ringeltauben gegen den heftigen Sturmwind anfliegen ist absolut bewunderungswürdig.
Der Brausewind passt, - allerdings sind es drei Tauben zu viel.

22.05.2021 Auch in anderen Jahren gab es im Mai hübsche Gewitter

116/21. Großer Gewitteramboss, 30.05.2018

21.05.2021

115/21. Von Streifen und Wolken, 14.05.2021

20.05.2021

114/21. Klassische Kumulus, 09.05.2014

Wenn es gut geht, ist die Schwarzweißfotografie ja ausgesprochen farbig, aber eben nicht bunt, – oder vermisst hier irgendjemand die Farben?

18.05.2021

113/21. Bewegte Wolkenwesen im Maihimmel, 18.05.2021

17.05.2021 MfK: Endlich: Ausweis für Geimpfte

112/21. STEFAN KAISER; Amtliche Wolke, 2021

Während Bundesregierung und Europäische Union noch um einheitliche fälschungssichere und international anerkannte Zertifikate bzw. Ausweise für geimpfte und genesene EU-Bürger ringen, ist man bei den Wolken schon deutlich weiter. Mit diesem Dokument (s. o.) erhalten geimpfte Wolken alle Grundrechte, insbesondere die uneingeschränkte Reisefreiheit wieder. Auch die Maskenpflicht und die lästigen Abstandsregeln entfallen.

16.05.2021

111/21. Zerzaustes abziehendes Abendgewitter, 15.05.2021

15.05.2021

110/21. Gemischte Abendwolken im Streiflicht, 12.05.2021

13.05.2021

Wollen wir es wagen, ein paar warme abendliche Sonnenstrahlen unter die immer noch dunkle, dichte Wolkendecke scheinen zu lassen? Ja!

109/21. Lange Strahlen unter der Wolkendecke, 12.05.2021

12.05.2021 100 Jahre Joseph Beuys

108/21. Wolken und Blitze, 10.05.2011
Blitze unter vierzehn Jahren - so heißt eine wundervolle Frottage des von mir hochverehrten Max Ernst. Einen Blitz sucht man dort aber vergebens.
Einen veritablen Blitz zeige ich aber heute zu Ehren meines ersten Akademieprofessors Joseph Beuys, der heute 100 Jahre alt geworden wäre, den ich oft mehr verehrt als verstanden habe, der mich aber künstlerisch - trotz einer gewissen Distanz - gepackt und aufs richtige Gleis gesetzt hat. Leider war für mich der Beuys-Zug schon nach einem Jahr abgefahren, denn der damalige Wissenschaftsminister, spätere Ministerpräsident und noch spätere Bundespräsident, dessen Name hier verschwiegen sei, war so borniert, ihn als Professor der Kunstakademie Düsseldorf zu entlassen.

Warum ich dieses Foto, das fast auf den Tag genau 10 Jahre alt ist, für diesen Anlass wähle, weiß ich selber nicht genau. Es mag mit Kraft und Energie zu tun haben, mit hellem Leuchten in der Dunkelheit, mit dem Schwer-Fassbaren, mit dem - viel zu - raschen Verglühen. Joseph Beuys wurde nicht einmal 65 Jahre alt, aber er leuchtet noch, vielleicht heller als je zuvor.

10.05.2021 MfK: Was wurde aus dem fliegenden Robert?

107/21. Sei auf der Hut

Sei auf der Hut oder was wurde aus dem fliegenden Robert?

09.05.2021 Von den Wolken lernen

106/21. Milan in der Wolkenlichtung, 02.05.2021
Nach meinen Beiträgen zum Thema Von den Wolken lernen erreichen mich verständnislose oder gar erboste Kommentare: wie soll das denn funktionieren, fliegen lernen, so ein Schwachsinn, regnen lernen, mensch, piss doch aus dem Fenster!
Nun, meine lieben Wolkenfreunde, ich will es einmal ganz unmissverständlich sagen: wenn ihr wirklich von den Wolken etwas lernen wollt, dann genügt es nicht, den ganzen Tag vor dem leuchtenden Rechteck zu hocken, dann müsst ihr euren Arsch schon mal hoch kriegen und nach draußen gehen zu den Wolken!
Ich mache das schon seit ein paar Jahren, regelmäßig raus auf das freie Feld, den Wolken ganz nah. Ich gebe zu, fliegen habe ich noch nicht gelernt. Aber ich schwöre, ich war manchmal ganz nah dran.
Im übrigen gibt es ja mindestens zwei glaubhafte Berichte von Menschen, die das Fliegen von den Wolken gelernt haben, beide allerdings nicht ganz freiwillig: der bekannte Wolkenforscher Egidius Kaub (siehe 03.03. - 10.03.2021 auf dieser Seite) und natürlich der fliegende Robert (von diesem morgen mehr)!

Seht! Den Schirm erfaßt der Wind,
Und der Robert fliegt geschwind
Durch die Luft so hoch, so weit.
Niemand hört ihn, wenn er schreit.
An die Wolken stößt er schon,
Und der Hut fliegt auch davon.

Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immerfort.
Und der Hut fliegt weit voran,
Stößt zuletzt am Himmel an.
Wo der Wind sie hingetragen,
Ja, das weiß kein Mensch zu sagen.

Ja, Fliegen, das ist natürlich das Größte, um was ich die Wolken beneide. Aber wer weiß, wenn's damit nicht klappt, - vielleicht gelingt ja das Regnen.

08.05.2021

Von den Wolken lernen, Lektion III: Die Sonne verfinstern. Schwierig. Aber Schatten werfen kann ich schon.

105/21. Wirbelnder Wolkenkreisel, 21.10.2019

07.05.2021

Von den Wolken lernen, Lektion II: Regnen. Jemanden mal so richtig nass machen!

104/21. Schweres Unwetter unter blauem Himmel, 05.04.2021

06.05.2021

Von den Wolken lernen, Lektion I: Fliegen. Einfach mal weg!

103/21. Die Wolke an sich, 02.05.2021

04.05.2021 Das Verhältnis von Wolken und Kirchtürmen ist seit Erfindung der Gewitter recht prekär.

102/21. Barockes Gewölk über St. Joseph, 02.05.2021

03.05.2021 MfK

101/21. Stefan Kaiser, Kleine Wolkenlitanei, 2020, Farbstift auf Fotografie, 40 x 30 cm

01.05.2021 Der Weg in den Mai

100/21. Der Weg, die Wolken und Wir, 01.01.2021

30.04.2021 Ein kurzer, aber strahlender Rückblick in den Winter bevor der Mai beginnt:

99/21. Gegensonne unter Schafen, 16.02.2021

29.04.2021

98/21. Rauschender Regenschleier, 13.03.2021

Leider ist heute nicht der Geburtstag von William Turner, auch nicht sein Todestag. Ich würde gerne dieses fast abstrakte Foto zu seiner Ehre veröffentlichen, was ich hiermit tue.

27.04.2021 Virga – Niederschlag in seiner anmutigsten Form

97/21. Virga-Formation über dem Bockert, 27.04.2021
Was haben wir uns nicht in diesem Monat schon mit Regengüssen und Wolkenbrüchen beschäftigen müssen! Dass es auch anders geht, zeigt der April zum Ende seiner Amtszeit. Zarte Wölkchen in einem tadellos blauen Himmel mit ansprechenden geschmeidig wehenden Schleiern. Niederschlag, der unsere Erde nie erreichen wird. Da ist es dann auch ganz gleichgültig, ob es sich um Regentröpfchen oder Eiskristalle oder um sonst was handelt.
Bleiben die Fragen: Warum regnet es da oben aus diesen winzigen Wolken überhaupt? Muss das sein? Ist das ein himmlischer (hämischer) Kommentar zu all dem Mist hier unten? Weint der Himmel gar ein paar Mitleidstränchen? Ist der blaue Himmel nicht überhaupt eine arglistige Täuschung? Kann man sich nicht gegen solche Zumutungen wehren? Kann das nicht langsam mal aufhören? Und beim wem kann man sich beschweren? Virga!

26.04.2021

96/21. Zauberstab, 01.01.2021

Zauberstab

Dass der Turm über geheimnisvolle, magische Kräfte verfügt, haben wir bereits mehrfach, zuletzt gestern, gesehen (1., 70., 50/21.). Auch dass er auf jeden Fall mit außerirdischen Instanzen in Kontakt steht, darf als bewiesen gelten (11.). Seine besondere Wirkmacht auf himmlische Ereignisse und Konstellationen ist Gegenstand laufender Untersuchungen (10/21.,15/21.). Hier nun der bislang direkteste nachgewiesene Eingriff in das Wolkengeschehen. Man mag sich gar nicht vorstellen, wie der stählerne Riese mit den Wolken umspringt, wenn man gerade mal nicht hinschaut.

25.04.2021

95/21. Der Herr des Unwetters, 06.04.2021

22.04.2021

94/21. Die Schwärze auf die Spitze treiben, oder: Schnelle Abfolge von Tag und Nacht und Tag, 12.04.2021

19.04.2021 MfK

93/21. Schwebewesen, 12.04.2021

Zum Video Schwebewesen

Schwebewesen

Was regt sich in den Himmelshöhen,
was räkelt sich auf Wolkenbänken,
was hockt da auf dem Lanzenschaft?

Sind es Finger, sind es Hände,
sind es Beine, sind es Leiber,
oder Augen oder Brüste?
Woran leckt die Dogenzunge?

Ein Torso turnt vorn auf der Stange,
ein kleines Pferd bremst gerade noch,
den weichen Weibern fehlen Köpfe,
der Feuerschleier weht im Wind.

Die sieben Schwaben zieh'n zu Felde,
vielleicht auch mehr, wer weiß das schon?

Die bewehrten Wandelwesen sind zum Stoß bereit
ein sanfter Westwind lässt sie schweben,
die nur in deinem Kopfe leben,
nimmst du dir die Zeit.

17.04.2021

92/21. Was will der Himmel uns damit sagen? 12.04.2021

15.04.2021

91/21. Breit auslaufende Gewitterwolke, 12.04.2021
Nicht genug

Nicht genug der dunklen Wolken
das große Finstre steht bereit
das Land ist ausgedörrt und müde
der Untergang ist nicht mehr weit

Na, Kopf hoch! Das wird schon wieder.

13.04.2021

90/21. Regenbrücke, 12.04.2021

Der Abstand zwischen zwei Regengüssen, wahlweise auch Graupel, Hagel oder Schnee, ist zeitlich und räumlich messbar, – eine zynische Veranschaulichung des “Brücken-Lockdowns”? Von einem Wolkenbruch zum nächsten, und auch dazwischen ist das Trockenbleiben fraglich.

12.04.2021

89/21. Wolken wollen wandern

Zum Video: https://youtu.be/3LDOWb9Afx0

10.04.2021

88/21. Großer Himmel, 03.04.2021

09.04.2021

Zwei Dinge verleihen der Seele die größte Kraft: das Vertrauen auf sich selbst und das Vertrauen auf den Impfstoff. A. Zeneka

87/21. Blaues Morgenwolkennetz, 29.12.2020

Das ist ein kleiner Stich für einen Menschen, und ein noch kleinerer für die Menschheit, – aber immerhin.

08.04.2021

86/21. Unwetter und Baum, 05.04.2021

07.04.2021

85/21. Unwetterpilz über dem Haus, 06.04.2021

Wie flauschige Pilze schießen die Unwetterwolken an diesen kalten Nach-Ostertagen aus dem Boden, – völlig unklar, ob sie Regen, Hagel oder Schnee abzusondern gedenken oder einfach so vorbeibrausen.

06.04.2021

84/21. Graue Wolken auf grauem Grund, 06.04.2021
Nur aus Versehen
tauchen aus den Regenschwaden
weichliche Waberwesen auf
und fühlen sich
in ihrem Treiben am Horizont
ertappt

05.04.2021 MfK

83/21. Am 11. März 2021 …

Die Hauptdarsteller des zweiten wolkenmehr-Videos: https://youtu.be/X5Xi-R9vNoE

03.04.2021

82/21. Himmel mit Flugzeug, 21.03.2015

02.04.2021

81/21. Gewitteramboss über dem Niederrhein, 28.01.2020

Der Hauptdarsteller des ersten wolkenmehr-Videos: https://youtu.be/oDowwj8L9Vc

01.04.2021 Der Weg in den April, zwischen Sonne und Regen

80/21. Mutig zu zweit, 13.03.2021

29.03.2021 MfK

79/21. STEFAN KAISER, Himmelmanuskript III, 2016, Fotografie und Zeichnung, 50 x 40 cm

HIMMELMANUSKRIPT III: DAS FIRMAMENT BÜRGT FÜR DIE RICHTIGKEIT

28.03.2021

78/21. Regen kam aus der Tiefe des Raumes, 13.03.2021

25.03.2021 Alltagswolken

77/21. Marmor-Wolke, 25.03.2021
Alltagswolken
Es ist an der Zeit, die Augen niederzuschlagen, demütig oder nicht, dem Himmel zu entsteigen, sich den irdischen Alltagswolken zuzuwenden.
Und was finden wir: Wolken keck im Namen führende Produkte im Supermarkt. Mit einiger Betrübnis blicke ich auf die in jeder Beziehung misslungene Bezeichnung Marmor-Wolke für ein ansonsten untadeliges Produkt eines führenden Herstellers von Backmischungen und anderer schmackhafter Dinge. Ist die Verbindung von Wolke und Kuchen schon äußerst fragwürdig, mag letzterer auch noch so locker-luftig sein, so sträubt sich bei der Kombination von Wolke und Marmor nun wirklich alles, was sich in einem Wolkenfreund sträuben kann. Hier das fragile Dunstwesen, zart und ephemer, was in Minutenschnelle immer neue Formen erfindet, dort das wegen seiner Härte und Haltbarkeit geschätzte Gestein, bestimmt für Architektur und Skulptur der Ewigkeit. Hier die einfachen Wassertröpfchen, allenfalls zu Eis gewandelt, leichte Wanderwesen, uneitel, himmlisch und doch für alle da, dort das edle Kristallgestein, den Reichen und Noblen vorbehalten, tonnenschwer, unter unsäglichen Mühen den Tiefen der Berge entrissen, - abgründige Gegensätze in grässlicher begrifflicher Verbindung,- Egidius Kaub würde sich im Grabe herumdrehen.
Dann gibt es da noch, auch dies dem Wolkenfreund ein Dorn im Auge, vom gleichen Hersteller diverse "Wölkchen" als Pudding in kleine Plastikbecher eingesperrt, - für Wolken, auch für kleine, unbedingt abzulehnen!
Auch verschiedene andere Süß- und Nachspeisen versuchen vom positiven Image der Wolken zu profitieren: Wolkenkuchen, Wolkentorte, Wolkencreme, Wolkenschnitte...
Das Wolkenbrot ist sowohl körperliche wie geistige Nahrung, Backware und phantasievolles Kinderbuch, in dem zwei Katzen auf die Idee kommen, aus einer Wolke Brötchen zu backen, immerhin.

23.03.2021

76/21. Kostbares Schweben, 19.03.2021

Wirklich wichtige Wolken-Meinung

Nach dem Ergebnis einer Umfrage von MeinungsMache24/Sektion Wolken wächst auch im Himmel die Unzufriedenheit mit der Pandemie-Bekämpfung. Unter repräsentativ ausgewählten europäischen Wolken wünscht sich eine deutliche Mehrheit ein Ende der Einschränkungen des Bewegungsradius’ (61%, bei Kumulus 72%, bei Zirrus sogar 87%). Auch bei den geltenden Abstandsregeln sind mehr als 56 Prozent der Befragten für Lockerungen im Außenbereich, bei den Stratuswolken sogar 92%. – Wer hätte das gedacht?

22.03.2021 MfK

75/21. STEFAN KAISER, Himmelmanuskript II, 2016, Fotografie und Zeichnung, 50 x 40 cm

HIMMELMANUSKRIPT II: NEUE WÖRTERWOLKEN SCHWEBEN SANFT HERBEI

21.03.2021

74/21. Elefantenbeine, 13.03.2021
Elefantenbeine

Wenn der Regen sich verfestigt,
wenn Tropfstein-Massen Himmel und Erde vereinen,
wenn das Firmament auf Regensäulen lastet,
wenn aus den Wolken Elefantenbeine stürzen
und schwer über das Land stampfen,
dann sind wir im März 2021.
Max Ernst hat 1942 das geniale Bild Europa nach dem Regen II gemalt.
So weit sind wir noch nicht.

19.03.2021

73/21. Kleine Apokalypse, 13.03.2021

17.03.2021

72/21. Bunter Fransenvorhang, 29.01.2021

Wolken im Winter

Manchmal wusste Egidius Kaub ganz genau, wann es vorbei war, wann Schluss war. Wenn der Himmel sich aufgab und in form- und freudloses Grau oder Blau abglitt. Dann ging er nach Hause, ins Warme, Geborgene.

Aber oft war es anders. Wenn der Himmel in Bewegung war und arbeitete. Dann wollte zwar der eine bequeme, dem inneren Schweinehund nicht unähnliche Teil von ihm nach Hause, ins Warme, Geborgene. Aber der andere Teil, der wolkenbesessene, der Jäger auf dem Ansitz, sein leicht verrückter Halbbruder, die Ahnung jetzt gleich einen der köstlichsten Augenblicke zu erleben, Einmaliges, Unwiederbringliches, hielten in fest in Wind und Kälte, und die Sorge, wenn er auch nur einen Augenblick zu früh ginge, gerade dies zu verpassen, – und das hätte er ja auch.

16.03.2021 Noch etwas Regen gefällig? Gerne.

71-21. Schöner sonniger Regen, 13.03.2021

15.03.2021 Montag für die Kunst

70/21. STEFAN KAISER, Himmelmanuskript I, 2016, Fotografie und Zeichnung, 50 x 40 cm

HIMMELMANUSKRIPT I: DIE DUNKLEN WOLKEN ZIEHEN LANGSAM WEITER

14.03.2021 Mit den Regenbildern des gestrigen Tages ließe sich ein ganzer Monat füllen. Hier das nächste:

69/21. Wolkenriese ergießt sich in sonnigem Regen, 13.03.2021

13.03.2021

68/21. Es wird schwarz, sehr schwarz, 13.03.2021

11.03.2021 Manchmal stehen dem Himmel die Wolken zu Berge. Dann fühlt er sich gut.

67/21. Haarige Sturmwolken, 11.03.2021

10.03.2021

66/21. Große weiße Wolke, 20.09.2014
Aus dem Leben des Wolkenforschers Egidius Kaub
Die erschütternden Ereignisse des 3. März 1911 (8/Ende)

Bei allem Leid und Ungemach erwacht in dieser Zeit bei Egidius Kaub aber auch ein anderer Gedanke, zunächst nur als unterschwelliges Gefühl, dann aber immer stärker ins Bewusstsein drängend, nämlich die Erkenntnis, dass ihn dieses Unglück nicht zufällig getroffen hat. Dieses seltene und seltsamste Vorkommnis war gerade ihm, dem Wolkenforscher und Wolkenfreund widerfahren. Ihm, der von seinem besonderen und innigen Verhältnis zu den Wolken tief überzeugt war, hatten sie auf ihre Weise geantwortet, hatten ihn nicht nur ergriffen, sondern ihn persönlich ausgewählt und ausgezeichnet.
Und man darf es für möglich, ja sogar für sicher erachten, dass Kaub das Hinken nicht nur als Beeinträchtigung, sondern auch als Zeichen seiner Erwählung durch die Wolken empfunden hat, weshalb er es mit einem gewissen Stolz beim Gehen nicht zu verbergen suchte, sondern es fortan sogar in leicht affektierter Weise zur Schau trug.

09.03.2021

65/21. Unverholene Drohung, 12.08.2019
Aus dem Leben des Wolkenforschers Egidius Kaub
Die erschütternden Ereignisse des 3. März 1911 (7)

Als Kaub wieder zu sich kommt, verspürt er als erstes den stechenden Schmerz am Ohr. Er öffnet vorsichtig die Augen, ein blutbefleckter Bleistift ragt vor ihm in die Höhe. Erst dann bemerkt er, dass er diesen immer noch mit seiner rechten Hand, die ihm wie ein Fremdkörper erscheint, krampfhaft umklammert. Vermutlich hat er sich selbst mit der Spitze des Bleistifts die Verletzung am Ohr zugefügt. Der Versuch aufzustehen misslingt, die Schmerzen in seinem linken Knie sind unerträglich. Er schleppt sich einige Meter weiter zu einem Baumstumpf, an dem er sich mühsam hochziehen kann.
Wie Kaub es schließlich schaffte, mit seinem Skizzenbuch und seiner Tasche, aber ohne seinen Hocker, der auf immer verschwunden blieb, halb benommen und von heftigen Schmerzen gepeinigt, nach Hause zu gelangen, wissen wir nicht. Gut möglich, dass ihm ein Jäger oder ein Wandersmann zu Hilfe kam, ihn nach Hause trug und für ärztlichen Beistand sorgte. Die nächsten Wochen und Monate musste er jedenfalls schwer gepeinigt das Haus hüten und aus seinen missmutigen Aufzeichnungen geht deutlich hervor, wie er unter diesem Zustand gelitten hat.

08.03.2021

64/21. Wolkenstrom, 14.08.2020
Aus dem Leben des Wolkenforschers Egidius Kaub
Die erschütternden Ereignisse des 3. März 1911(6)

Wir sehen Egidius auf seinem Hocker beim Zeichnen. Gerade hat er ein zweites Blatt begonnen, nachdem er zuvor sorgfältig den weit entfernten herrlichen Wolkenturm gezeichnet, dabei auf Schraffuren und Schattierungen nicht verzichtet und mit sparsamen, aber präzisen Linien auch die landschaftliche Umgebung angedeutet hatte.
Nun ist er in Eile. Eine andere, sehr viel nähere Wolke hat sein Interesse erregt. Sie nähert sich so rasch, dass von einer ruhigen Beobachtung, eine wichtige Voraussetzung des Kaub'schen Zeichnens, nicht mehr die Rede sein kann. Ein Wolkenwirbel, vermutlich eine Windhose braust heran. Kaub, hin- und hergerissen zwischen Angst und Faszination, kann sich, gebannt von der Naturerscheinung, nicht zur Flucht entschließen. Unfähig die Augen von dem Wirbelmonster zu lassen, will ihm auch das Zeichnen nicht mehr gelingen. Die Hand verkrampft sich um den Stift, nur mehr in der Lage, halbautomatisch ein paar fahrige Striche auf das Papier zu kritzeln. Starr vor Schreck sieht Kaub den Wirbel auf sich zu rasen. Mit brutaler Wucht fällt der Sturm über ihn her, ergreift ihn, reißt ihn in die Höhe und lässt ihn Sekunden später einige Meter weiter unsanft zu Boden fallen. Egidius Kaub ist bewusstlos.

07.03.2021

63/21. Drohender Gewitterkreisel, 21.05.2018
Aus dem Leben des Wolkenforschers Egidius Kaub
Die erschütternden Ereignisse des 3. März 1911(5)

Wir können es nur vermuten. Natürlich könnte es eine marodierende Wildschweinrotte gewesen sein, die über die kleine Lichtung preschend den in die hohen Wolken vertieften Egidius Kaub hinterrücks über den Haufen rannte. Auch die Vorstellung eines menschlichen Überfalls sich anschleichender Bösewichter, die in dem einfach, aber ordentlich gekleideten, offenbar einer seltsamen Beschäftigung nachgehenden Mann ein dankbares und vor allem wehrloses Opfer vermuteten, womit sie sicher Recht gehabt hätten, ist nicht von der Hand zu weisen, vermag uns aber auch nicht recht zu überzeugen.
Nein, etwas anderes, äußerst Wunderliches halten wir, nach eingehender Exegese der Wortfetzen in Kaubs Tagebuch, für möglich, ja sogar wahrscheinlich, auch wenn dies überaus unwahrscheinlich klingen mag. Auf der anderen Seite besteht das Leben, ja sogar die gesamte Existenz des Egidius Kaub aus so vielen Unwahrscheinlichkeiten, dass das Unwahrscheinliche geradezu als Beleg für die Richtigkeit unserer Vermutung gelten kann.

06.03.2021

62/21. Aufzug Unwetter, 02.07.2020
Aus dem Leben des Wolkenforschers Egidius Kaub
Die erschütternden Ereignisse des 3. März 1911 (4)

Das oben angesprochene Tagebuch enthält vom 3. März nur wenige kaum zu entziffernde und bruchstückhafte Eintragungen, deren Verständnis durch Kaubs Vorliebe für Abkürzungen weiter erschwert wird und auf deren Wiedergabe wir hier deshalb verzichten können.
Aus anderen Unterlagen und Belegen geht hervor, dass Egidius Kaub an diesem Tag eine schwere Verletzung des linken Knies, vermutlich einen Kreuzbandanriss und eine Quetschung des Innenmeniskus davonträgt, die ihm künftig das Gehen beschwerlich machen wird, und einen schlecht verheilenden Einriss am rechten Ohrläppchen. Wie kam es dazu? Was geschah an diesem Nachmittag des 3. März 1911 auf der Lichtung in Düsseldorf-Grafenberg?

05.03.2021

61/21. Auslaufende und aufsteigende Wolke, 28.01.2020
Aus dem Leben des Wolkenforschers Egidius Kaub
Die erschütternden Ereignisse des 3. März 1911 (3)

Unter den wenigen Hinterlassenschaften Egidius Kaubs befindet sich ein arg ramponiertes, durch Wasser und Schmutz in Mitleidenschaft gezogenes Skizzenbuch aus diesem Jahr. Es enthält die sorgfältige Zeichnung einer hochwachsenden Kumuluswolke (Cumulus congestus), datiert von diesem Tage. Die Skizze auf der nächsten Seite erscheint dagegen fahrig und unkonzentriert, bleibt unfertig und wirkt zudem durch einige harte Bleistiftstriche, fast -hiebe, wie durchgestrichen, - ein Erscheinungsbild, das mit der Arbeitsweise des Egidius Kaub, mit der Akkuratesse und fast peniblen Sorgfalt seiner sonstigen Zeichnungen und Skizzen nur schwer in Einklang zu bringen ist. Wie ist dies zu erklären?

04.03.2021

60/21. Lebhafter Wolkenhimmel, 26.02.2021
Aus dem Leben des Wolkenforschers Egidius Kaub
Die erschütternden Ereignisse des 3. März 1911 (2)

(2) Es war ein milder, frühlingshafter Tag, der Schnee der letzten Wochen war fast vollständig geschmolzen und Egidius Kaub hatte nach einem Blick aus dem Fenster Lust verspürt, endlich wieder ein paar Wolken zu zeichnen, was ihm bei den kühlen Temperaturen dieses Jahres bisher unmöglich gewesen war. Also hatte er sein Skizzenbuch und ein paar Stifte in seine Umhängetasche aus festem Leinen mit den Verstärkungen aus braunem Schweinsleder an den Ecken gepackt, seinen Gehrock übergezogen, dazu Schal und Hut, den kleinen dreibeinigen Feldschemel gegriffen und das Haus verlassen.
Er bog in die Grimmstraße ein, folgte dann nach links der Vautierstraße. Der Himmel war vielversprechend, mit jedem Schritt wuchs seine Vorfreude auf die neue Begegnung mit seinen Wolkenfreunden. Hinter dem Staufenplatz verließ er die Ludenbergerstraße nach wenigen Metern und wandte sich nach links in den Weg Nach der Wolfsschlucht. Dort kannte er einen kleinen Seitenpfad, der ihn rasch zu einer Lichtung führte, auf der er, allenfalls gestört durch ein vorbeihuschendes Reh, seinen Wolkenbetrachtungen in Ruhe und Ausführlichkeit nachgehen konnte. An diesem Tage aber war es anders.

03.03. 2021

59/21. Wolkenwirbel, 26.02.2021
Aus dem Leben des Wolkenforschers Egidius Kaub
Die erschütternden Ereignisse des 3. März 1911 (1)

Als Egidius Kaub am Nachmittag des 3. März 1911 aus dem Haus an der Böcklinstraße in Düsseldorf, in dem er bescheiden zur Miete wohnte, trat, um wie so oft auf der benachbarten Anhöhe nach seinen Wolken Ausschau zu halten, ahnte er noch nicht, was auf ihn zukommen sollte und was auch für uns, genau einhundertzehn Jahre später immer noch ganz oder doch weitgehend im Ungewissen liegt. Das einzige, was wir zur Rekonstruktion dieser merkwürdigen Ereignisse heranziehen können, sind zwei Skizzen Kaubs von diesem Tage, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und einige bruchstückhafte Aufzeichnungen in einer Tagebuch-Kladde, die jedoch durch Wasserschäden fast unleserlich sind. Des weiteren kennen wir die schweren körperlichen Beeinträchtigungen des armen Kaub seit diesem Tage.

02.03.2021

58/21. Schöne Wolkenburg, 31.08.2015
Aus dem Leben des Wolkenforschers Egidius Kaub (Vorwort)
Ich möchte hier gerne eine bedeutende Episode aus dem Leben des uns schon vertrauten Wolkenforschers Egidius Kaub erzählen. Da ich das aber mit der gebotenen Ausführlichkeit, die diesem außergewöhnlichen Menschen zusteht, zu tun gedenke, aber gleichzeitig die wesentliche Aufgabe des WOLKENBLOGS, nämlich die fotografische Präsentation ansehnlicher und ansprechender, auch sprechender Wolken, nicht vernachlässigen möchte, habe ich mich für die Form einer Fortsetzungsgeschichte entschieden, die mir bei einem Blog zwar seltsam erscheint, da das Folgende jeweils über dem Vorangegangenen erscheinen wird, im Rückblick die Geschichte also gewissermaßen umgekehrt abzulaufen und mit dem Ende zu beginnen scheint. Im Vertrauen auf die Besucher des WOLKENMEHRs, die täglich hereinschauen und die voranschreitende Erzählung mit atemloser Anspannung von Anfang an verfolgen, oder andernfalls anhand der vorangestellten Zahlen doch unschwer in der Lage sein werden, das Prinzips des Aufbaus und der Reihenfolge zu erkennen und wohlwollend nachzuvollziehen, folgt am morgigen Tage der erste Teil.

01.03.2021

57/21. MfK: Der schwierige Weg in den März, 01.03.2021

28.02.2021

Ein halbes Jahr gibt es jetzt den WOLKENBLOG und in dieser Zeit haben wir eine Reihe menschlicher Eigenschaften bei den Wolken beobachten können, gute wie weniger gute, wobei die ersteren aber zu überwiegen scheinen, auch wenn man nicht unbedingt der zugespitzten Formulierung des großen Wolkenforschers Egidius Kaub (1789 – 1952) “Wolken sind doch die besseren Menschen” zustimmen möchte.

56/21. Eine Wolke kommt selten allein, 26.02.2021

Hier sieht man es deutlich, Wolken sind gesellige Wesen, sie kommen so gut wie nie allein. Meist sind sie gutmütig und freundlich gestimmt, manchmal aber auch biestig und aggressiv, vor allem wenn sie einen über den Durst getrunken haben. Wenn sie Abstand halten, wie in diesem Fall, so ist das keine Frage der Hygiene oder Gesundheit, sondern allein der Ästhetik und Sympathie. Mit Regeln und Verordnungen ist ihnen nicht beizukommen. Allerdings gibt es unter ihnen auch keine Querquengler, Impfgegner oder -verweigerer. Es sind flexible und agile, vor allem solidarische Gemeinschaftswesen. Stillstand ist ihnen ein Gräuel.

27.02.2021

Auch Wolken sind nicht immer frei von Eitelkeiten. Diese übertreibt es aber ein wenig.

55/21. Der Angeber, 26.02.2021

26.02.2021

Sie war sehr weiß, und ungeheuer oben, – und hatte ein Loch.

54/21. Weiße Wolke mit blauem Loch, 26.02.2021

25.02.2021

53/21. Weiche Wolkenwellen, 06.01.2021

24.02.2021

52/21. Großes Zirrus-Feuerwerk, 31.01.2021

Das pyrotechnische Feuerwerk zum Jahreswechsel wurde großenteils vom feierfeindlichen Virus am Boden gehalten. Das Firmament wollte sich das nicht gefallen lassen. Einen Monat lang hat es überlegt und dann die agilen Zirruswolken losgejagt zu einem Wolken-Werk der Extraklasse, – feinstaubfrei, vom Virus argwöhnisch beäugt.

22.02.2021 Montag für die Kunst

51/21. Wolkenrapport II, 2019 (vgl. 15.02.2021)

21.02.2021 Etwas Feierlich-Schönes zum Sonntag

50/21. Der Dirigent, 19.02.2021

20.02.2021

49/21. Horizontale Wolken über schiefem Horizont, 19.02.2021

Nicht nur schwarmintelligent sind die Wolken, sondern auch anderweitig bestens organisiert. Im Gegensatz zum öden Land kennen sie die Horizontale ganz genau. Ihre innere Wasserwaage lässt sie, möglicherweise ein wenig behäbig, aber grundsolide dahinschweben. Auf diese Wolken können Sie bauen!

18.02.2021

Schwarmintelligenz

48/21. Korallige Wolkengruppe, 23.01.2021

Wenn die Wolken nichts voneinander wüssten, wären sie kaum in der Lage so schöne Muster zu bilden. Mögen die Meteorologen auch Hoch- und Tiefdrucksysteme, Isobaren, relative Luftfeuchtigkeit und Hektopascal anführen, um Wolken zu erklären, – für mich ist völlig offensichtlich, dass die Wolken über eine Art Schwarmintelligenz verfügen. Diese Form intelligenten Verhaltens besitzen Vogel- und Fischwärme, Korallentierchen, gelegentlich Menschen und eben auch diese Wolken, die sich bei ihrem Flug über das Meer bei den Korallen, genauer bei den Fächerkorallen (Gorgonacea), einiges abgeschaut haben und deshalb als doppelt intelligent angesehen werden dürfen.

17.02.2021

Seit Monaten ein Gefühl wie Aschermittwoch, heute ganz zu Recht.

47/21. Sonnenfransen über dem letzten Schnee, 16.02.2020

15.02.2021 Rosenmontag für die “Kunst”

46/21. Wolkenrapport I, 2019

Auf wikipedia ist wirklich Verlass: Rapport (Textil): Unter Rapport (…), im allgemeinen Sprachgebrauch auch Muster genannt, versteht man ein sich wiederholendes, flächenfüllendes Element zur Oberflächengestaltung, das durch Webart, Strickweise, Färben oder Bedrucken erzeugt wird. Besonders gelungen erscheint mir der Begriff WEBART, – was will man mehr!

Da Wolken sich ja doch irgendwie ähneln und ständig wiederholen, hatte ich die merkwürdige Idee, dem vorzugreifen und ein Wolkenfoto als sich wiederholendes, flächenfüllendes Element einzusetzen und mal zu gucken, was da rauskommt. Natürlich war das ein arger Irrweg, da sich Wolken ja bekanntlich überhaupt nicht ähneln und sich erst recht nicht wiederholen.

14.02.2021 Der dritte Februar 2021 (6)

45/21. Der dritte Februar 2021 (11), 18.20 Uhr: Das große Licht-, Farb- und Regenspektakel ist vorbei, aber für ein paar kostbar-farbige Muster reicht es noch.

13.02.2021 Der dritte Februar 2021 (5)

44/21. Der dritte Februar 2021 (10), 18.14 Uhr: Orange-Regendusche

Noch ist die Stunde des Staunens nicht vorüber. Im Norden simuliert eine ferne Gewitterwolke dreist den Sonnenuntergang, im Nordosten rauscht die orangefarbene Regendusche, gemächlich ostwärts ziehend, weiter herab.

44/21. Der dritte Februar 2021 (9), 18.13 Uhr: Nördliche Wolkensonne

12.02.2021 (Zahlen-Palindrom!) Der dritte Februar 2021 (4)

43/21. Der dritte Februar 2021 (8), 18.12 Uhr: Aus Gelb wird Orange

Es muss so gewesen sein: Eine von der untergehenden Sonne angestrahlte Wolke gibt ihr farbiges Licht selbstlos an einen Regenschauer weiter, der spektakulär und mit pompösem Aufwand, auch der Szenerie einer Himmelfahrt durchaus angemessen, herniederstürzt.

42/21. Der dritte Februar 2021 (7): Leuchtend-gelber Regen, 18.09 Uhr

11.02.2021 Der dritte Februar 2021 (3)

41/21. Der dritte Februar 2021 (6), 18.06 Uhr: Fransige Wolkenränder in delikaten Tönen

In diesem Augenblick glaubte ich, meinen Augen nicht mehr zu trauen. Rechts unter den Wolken ein tiefes Blau über dem Horizont, links, fast übergangslos, Gelborange. Die Sonne stand schräg hinter mir. Woher kam diese Farbe?

40/21. Der dritte Februar 2021 (5), 18.05 Uhr: Bunter Unwetter-Himmel

10.02.2021 Der dritte Februar 2021 (2)

39/21. Dritter Februar 2021 (4), 18.02 Uhr: Dunkles Gefranse über gelblichem Licht
38/21. Dritter Februar 2021 (3), 17.54 Uhr: Da verfinsterte sich der Himmel im Nordwesten

09.02.2021 Der dritte Februar 2021 (1)

Das Motiv des dunklen, fast endlosen Wolken-Balkens dicht über dem Horizont schien nicht ohne Reiz, und da man nichts auf die lange Wolkenbank schieben sollte, bin ich flugs auf die Anhöhe gegangen und habe ein paar Fotos gemacht.

37/21. Dritter Februar 2021 (2): Heranrollendes Unwetter, 17.39 Uhr

Trotz Kälte und Wind, eigentlich gerade wegen des Windes, den in großen Höhen, der die Wolken ständig neu formierte, bin ich dort geblieben und habe vor Begeisterung den ganzen Himmel leer fotografiert. 102 (einhundertundzwei) Fotos, – das Zählwerk der Kamera ist unbestechlich, auch in Bezug auf die genauen Zeitpunkte der Aufnahmen. Ich zeige hier und an den folgenden Tagen ein paar Bilder meiner Wolken-Stern-Stunde vom dritten Februar von 17.22 bis 18.22 Uhr mit den exakten Zeitangaben in der Hoffnung, dass Sie ein kleines bisschen so staunen werden, wie ich es tat.

36/21. Dritter Februar 2021 (1): Lange Wolkenbank, 17.22 Uhr

08.02.2021 Montag für die Kunst

35/21. STEFAN KAISER, Himmel über Deutschland, 2017, Zeichnung und Fotografie, 73 x 50 cm

07.02.2021

34/21. Polfilterwolken, 13.01.2021
Das soll ja hier keine Fotoschule für Wolkenfotografie sein, aber diesen wolkigen Versuch möchte ich doch zum Besten geben. Zwei Fotos des gleichen Motivs zur gleichen Zeit bei gleichen Lichtverhältnissen mit der gleichen Kamera und dem gleichen Objektiv, und doch so verschieden. Die digitale Bildbearbeitung, so effektiv sie auch sein mag, ist hier nicht im Spiel und wäre dazu auch außerstande. Der einzige Unterschied besteht in der Verwendung eines Polfilters. Welche der beiden Versionen (die beiden äußeren Streifen oder der innere) stimmt? Welche zeigt die richtige, die objektive Wirklichkeit? Das sind ganz überflüssige Fragen, - nicht zu beantworten und letztlich auch für den Fotografen ohne Belang. Bei den vielen Wirklichkeiten interessiert ihn seine eigene, seine Vorstellung, sein subjektives Bild.
Die digitale Kombination der Fotos war reine Spielerei, um auszuprobieren, wie gut die aus der Hand gemachten Tele-Aufnahmen übereinander passen. Die erstaunliche Unterschiedlichkeit der beiden Aufnahmen kommt aber so besonders gut zur Geltung.
Das streifige Bildergebnis erinnert mich an Länderflaggen. Ich schlage es hiermit vor als erste Nationalflagge des Vereinigten Wolkenreiches.

05.02.2021

33/21. RWE-Wolke mit eigener Zwischendecke, 23.01.2021

Wohin Wolken wandern wollen, bleibt meist ein Rätsel, woher sie kommen, nicht immer. Diese hier zum Beispiel kommt da rechts unten hinter den Bäumen und Häusern irgendwo am Horizont her, und da sind, in einer Entfernung von 30 Kilometern, die Braunkohlekraftwerke unserer Rheinischen Wolken-Werke fleißig bei der Arbeit.

04.02.2021

32/21. Einhundert Jahre RUTH KAISER, 04.02.2021

03.02.2021

Nach so viel finsterem Gewölk und bei dem ständig prasselnden Regen brauchen wir jetzt etwas Schönes, Erbauendes, wenngleich auch hier Gefahren lauern und die Theaterbeleuchtung reichlich dick aufgetragen wirkt, und fliegen da unten rechts nicht gerade ein paar Bäume weg?

31/21. Orange und Blau über Kirche, 04.12.2020

02.02.2021 Der Weg in den Februar, wegen der Kunst um einen Tag verschoben, aber noch ohne nennenswerte Aufhellungen.

30/21. Der Weg ins Dunkel, 04.12.2020

01.02.2021 Montag für die Kunst

29/21. STEFAN KAISER, Einmal Richter, viermal Kaiser, 2017, Fotomontage
Während wir pandämonisch in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, wollen Wolken wandern (www). Diesem Freiheitsbedürfnis der himmlischen Wesen möchte ich gerne nachkommen und Ihnen dabei die wunderbare Welt der Wolken (www) etwas näher bringen.
Gegen eine chronologische Abfolge der Fotos in diesem Blog haben meine Wolken schärfstens protestiert. STEFAN KAISER, SEPTEMBER 2020

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