Stefan Kaiser, WOLKEN WOLLEN WANDERN (WWW), am besten täglich, aber – sie sind so frei – nicht chronologisch.

27.02.2021

Auch Wolken sind nicht immer frei von Eitelkeiten. Diese übertreibt es aber ein wenig.

55/21. Der Angeber, 26.02.2021

26.02.2021

Sie war sehr weiß, und ungeheuer oben, – und hatte ein Loch.

54/21. Weiße Wolke mit blauem Loch, 26.02.2021

25.02.2021

53/21. Weiche Wolkenwellen, 06.01.2021

24.02.2021

52/21. Großes Zirrus-Feuerwerk, 31.01.2021

Das pyrotechnische Feuerwerk zum Jahreswechsel wurde großenteils vom feierfeindlichen Virus am Boden gehalten. Das Firmament wollte sich das nicht gefallen lassen. Einen Monat lang hat es überlegt und dann die agilen Zirruswolken losgejagt zu einem Wolken-Werk der Extraklasse, – feinstaubfrei, vom Virus argwöhnisch beäugt.

22.02.2021 Montag für die Kunst

51/21. Wolkenrapport II, 2019 (vgl. 15.02.2021)

21.02.2021 Etwas Feierlich-Schönes zum Sonntag

50/21. Der Dirigent, 19.02.2021

20.02.2021

49/21. Horizontale Wolken über schiefem Horizont, 19.02.2021

Nicht nur schwarmintelligent sind die Wolken, sondern auch anderweitig bestens organisiert. Im Gegensatz zum öden Land kennen sie die Horizontale ganz genau. Ihre innere Wasserwaage lässt sie, möglicherweise ein wenig behäbig, aber grundsolide dahinschweben. Auf diese Wolken können Sie bauen!

18.02.2021

Schwarmintelligenz

48/21. Korallige Wolkengruppe, 23.01.2021

Wenn die Wolken nichts voneinander wüssten, wären sie kaum in der Lage so schöne Muster zu bilden. Mögen die Meteorologen auch Hoch- und Tiefdrucksysteme, Isobaren, relative Luftfeuchtigkeit und Hektopascal anführen, um Wolken zu erklären, – für mich ist völlig offensichtlich, dass die Wolken über eine Art Schwarmintelligenz verfügen. Diese Form intelligenten Verhaltens besitzen Vogel- und Fischwärme, Korallentierchen, gelegentlich Menschen und eben auch diese Wolken, die sich bei ihrem Flug über das Meer bei den Korallen, genauer bei den Fächerkorallen (Gorgonacea), einiges abgeschaut haben und deshalb als doppelt intelligent angesehen werden dürfen.

17.02.2021

Seit Monaten ein Gefühl wie Aschermittwoch, heute ganz zu Recht.

47/21. Sonnenfransen über dem letzten Schnee, 16.02.2020

15.02.2021 Rosenmontag für die “Kunst”

46/21. Wolkenrapport I, 2019

Auf wikipedia ist wirklich Verlass: Rapport (Textil): Unter Rapport (…), im allgemeinen Sprachgebrauch auch Muster genannt, versteht man ein sich wiederholendes, flächenfüllendes Element zur Oberflächengestaltung, das durch Webart, Strickweise, Färben oder Bedrucken erzeugt wird. Besonders gelungen erscheint mir der Begriff WEBART, – was will man mehr!

Da Wolken sich ja doch irgendwie ähneln und ständig wiederholen, hatte ich die merkwürdige Idee, dem vorzugreifen und ein Wolkenfoto als sich wiederholendes, flächenfüllendes Element einzusetzen und mal zu gucken, was da rauskommt. Natürlich war das ein arger Irrweg, da sich Wolken ja bekanntlich überhaupt nicht ähneln und sich erst recht nicht wiederholen.

14.02.2021 Der dritte Februar 2021 (6)

45/21. Der dritte Februar 2021 (11), 18.20 Uhr: Das große Licht-, Farb- und Regenspektakel ist vorbei, aber für ein paar kostbar-farbige Muster reicht es noch.

13.02.2021 Der dritte Februar 2021 (5)

44/21. Der dritte Februar 2021 (10), 18.14 Uhr: Orange-Regendusche

Noch ist die Stunde des Staunens nicht vorüber. Im Norden simuliert eine ferne Gewitterwolke dreist den Sonnenuntergang, im Nordosten rauscht die orangefarbene Regendusche, gemächlich ostwärts ziehend, weiter herab.

44/21. Der dritte Februar 2021 (9), 18.13 Uhr: Nördliche Wolkensonne

12.02.2021 (Zahlen-Palindrom!) Der dritte Februar 2021 (4)

43/21. Der dritte Februar 2021 (8), 18.12 Uhr: Aus Gelb wird Orange

Es muss so gewesen sein: Eine von der untergehenden Sonne angestrahlte Wolke gibt ihr farbiges Licht selbstlos an einen Regenschauer weiter, der spektakulär und mit pompösem Aufwand, auch der Szenerie einer Himmelfahrt durchaus angemessen, herniederstürzt.

42/21. Der dritte Februar 2021 (7): Leuchtend-gelber Regen, 18.09 Uhr

11.02.2021 Der dritte Februar 2021 (3)

41/21. Der dritte Februar 2021 (6), 18.06 Uhr: Fransige Wolkenränder in delikaten Tönen

In diesem Augenblick glaubte ich, meinen Augen nicht mehr zu trauen. Rechts unter den Wolken ein tiefes Blau über dem Horizont, links, fast übergangslos, Gelborange. Die Sonne stand schräg hinter mir. Woher kam diese Farbe?

40/21. Der dritte Februar 2021 (5), 18.05 Uhr: Bunter Unwetter-Himmel

10.02.2021 Der dritte Februar 2021 (2)

39/21. Dritter Februar 2021 (4), 18.02 Uhr: Dunkles Gefranse über gelblichem Licht
38/21. Dritter Februar 2021 (3), 17.54 Uhr: Da verfinsterte sich der Himmel im Nordwesten

09.02.2021 Der dritte Februar 2021 (1)

Das Motiv des dunklen, fast endlosen Wolken-Balkens dicht über dem Horizont schien nicht ohne Reiz, und da man nichts auf die lange Wolkenbank schieben sollte, bin ich flugs auf die Anhöhe gegangen und habe ein paar Fotos gemacht.

37/21. Dritter Februar 2021 (2): Heranrollendes Unwetter, 17.39 Uhr

Trotz Kälte und Wind, eigentlich gerade wegen des Windes, den in großen Höhen, der die Wolken ständig neu formierte, bin ich dort geblieben und habe vor Begeisterung den ganzen Himmel leer fotografiert. 102 (einhundertundzwei) Fotos, – das Zählwerk der Kamera ist unbestechlich, auch in Bezug auf die genauen Zeitpunkte der Aufnahmen. Ich zeige hier und an den folgenden Tagen ein paar Bilder meiner Wolken-Stern-Stunde vom dritten Februar von 17.22 bis 18.22 Uhr mit den exakten Zeitangaben in der Hoffnung, dass Sie ein kleines bisschen so staunen werden, wie ich es tat.

36/21. Dritter Februar 2021 (1): Lange Wolkenbank, 17.22 Uhr

08.02.2021 Montag für die Kunst

35/21. STEFAN KAISER, Himmel über Deutschland, 2017, Zeichnung und Fotografie, 73 x 50 cm

07.02.2021

34/21. Polfilterwolken, 13.01.2021
Das soll ja hier keine Fotoschule für Wolkenfotografie sein, aber diesen wolkigen Versuch möchte ich doch zum Besten geben. Zwei Fotos des gleichen Motivs zur gleichen Zeit bei gleichen Lichtverhältnissen mit der gleichen Kamera und dem gleichen Objektiv, und doch so verschieden. Die digitale Bildbearbeitung, so effektiv sie auch sein mag, ist hier nicht im Spiel und wäre dazu auch außerstande. Der einzige Unterschied besteht in der Verwendung eines Polfilters. Welche der beiden Versionen (die beiden äußeren Streifen oder der innere) stimmt? Welche zeigt die richtige, die objektive Wirklichkeit? Das sind ganz überflüssige Fragen, - nicht zu beantworten und letztlich auch für den Fotografen ohne Belang. Bei den vielen Wirklichkeiten interessiert ihn seine eigene, seine Vorstellung, sein subjektives Bild.
Die digitale Kombination der Fotos war reine Spielerei, um auszuprobieren, wie gut die aus der Hand gemachten Tele-Aufnahmen übereinander passen. Die erstaunliche Unterschiedlichkeit der beiden Aufnahmen kommt aber so besonders gut zur Geltung.
Das streifige Bildergebnis erinnert mich an Länderflaggen. Ich schlage es hiermit vor als erste Nationalflagge des Vereinigten Wolkenreiches.

05.02.2021

33/21. RWE-Wolke mit eigener Zwischendecke, 23.01.2021

Wohin Wolken wandern wollen, bleibt meist ein Rätsel, woher sie kommen, nicht immer. Diese hier zum Beispiel kommt da rechts unten hinter den Bäumen und Häusern irgendwo am Horizont her, und da sind, in einer Entfernung von 30 Kilometern, die Braunkohlekraftwerke unserer Rheinischen Wolken-Werke fleißig bei der Arbeit.

04.02.2021

32/21. Einhundert Jahre RUTH KAISER, 04.02.2021

03.02.2021

Nach so viel finsterem Gewölk und bei dem ständig prasselnden Regen brauchen wir jetzt etwas Schönes, Erbauendes, wenngleich auch hier Gefahren lauern und die Theaterbeleuchtung reichlich dick aufgetragen wirkt, und fliegen da unten rechts nicht gerade ein paar Bäume weg?

31/21. Orange und Blau über Kirche, 04.12.2020

02.02.2021 Der Weg in den Februar, wegen der Kunst um einen Tag verschoben, aber noch ohne nennenswerte Aufhellungen.

30/21. Der Weg ins Dunkel, 04.12.2020

01.02.2021 Montag für die Kunst

29/21. STEFAN KAISER, Einmal Richter, viermal Kaiser, 2017, Fotomontage

30.01.2021 Das Haus in den Wolken (5)

28/21. Ausgreifende Wolkenwand: sie hätte es verschlingen können, 28.01.2020

29.01.2021 Das Haus in den Wolken (4)

27/21. Schön wie die zufällige Begegnung eines Hauses und einer Wolke auf einer Wiese, 23.01.2021

28.01.2021 Das Haus in den Wolken (3)

26/21. Bedrohtes Haus, 28.01.2020

Der 28.01.2020, heute vor einem Jahr, war der Tag, der den niederrheinischen Wolkenbeobachter mit ungewöhnlich vielen schaurig-schönen Unwetter-Motiven beglückte.

27.01.2021 Das Haus in den Wolken (2)

25/21. Wolken über dem Haus, 19.04.2012

Diese eigenartigen Häuser, die da auf vielen meiner Fotos heimischer Wolken auf dem Horizont zu stehen scheinen, stehen dort natürlich nicht, sondern ragen als oberste Stockwerke zweier Hochhäuser ein wenig aus der Tiefe des Beberich über die sanfte Anhöhe hinaus, die meinen Wolken als Horizont dient, was aber ihren Anblick nicht weniger seltsam macht und oft zu merkwürdigen, fast surrealen Begegnungen zwischen den Häusern und den immer wieder aufs Neue erstaunten Wolken führt.

Wolkenkuckucksheime sind das nicht, sie stehen ja auf dem Boden, Wolkenheime ohne Kuckuck sind es auch nicht, die Wolken kommen ja nicht hinein, Wolkenhäuser sind es nicht, dazu sind sie zu fest und solide und auch in Wolkenhausen liegen sie nicht, sondern in Viersen-Beberich. Sehr eigenartig. (siehe auch 28.09.2020)

26.01.2021 Das Haus in den Wolken (1)

24/21. Symmetrischer Morgenhimmel, alles in Ordnung, 29.12.2020

25.01.2021 Montag für die Kunst

23/21. Alte Pinakothek München, Januar 2021

Eine wichtige Erkenntnis in Zusammenhang mit unserer Thematik setzt sich allmählich durch: ein paar schmucke Wolken gehören in jedes Museum. Die Alte Pinakothek in München ist jetzt mit gutem Beispiel vorangegangen. Die vier ehemaligen Bewohner der zwei Rahmen hatten immer schon beste Verbindungen zum Himmel. Albrecht Dürer bleibt konzentriert, aber gelassen.

24.01.2021 Die Sonne im Blick (6)

22/21. Der Sonne nahe kommen, 22.01.2021

Zum Schluss dieser kleinen Reihe der Sonnenverehrung kommen wir unserem Leuchtstern recht nah, – jedenfalls so nah wie es das 280er Tele hergibt. Fragen Sie mich nicht, woher es die Farben genommen hat. Ich habe eigentlich nur GRAU gesehen.

23.01.2021 Die Sonne im Blick (5)

21/21. So klein ist die Sonne im Wolkenmeer, 10.01.2021

22.01.2021 Die Sonne im Blick (4)

20/21. Am Wolkenrand, 07.02.2012

21.01.2021 Die Sonne im Blick (3)

19/21. Breit strahlendes Wolkengespinst, 28.12.2020

20.01.2021

Zum Thema Die Sonne im Blick (19.01.2021) möchte ich hier und in den folgenden Tagen noch weitere Versuche zeigen. Jedes Foto gibt Anwort auf die Frage Was wäre die Sonne ohne die Wolken? NICHTS!

18/21. Die Sonne in Watte packen, 13.01.2021

19.01.2021

Die Sonne im Blick, – dieses Thema drängt sich in diesen Tagen nicht unbedingt auf, ist aber gerade jetzt durchaus gewinnbringend zu erörtern.

17/21. Da ist die Sonne, 13.01.2021

Beide, Mensch und Kamera, sollten nicht direkt in die Sonne gucken. Das menschliche Auge erlitte schwere Schäden, die Kamera zwar nicht, wohl aber das fotografische Produkt.

Hier kommt die tiefstehende Januarsonne ins Spiel, die zur Untersuchung von Licht- bzw. Gegenlicht-Fragen gute Gelegenheiten anbietet: Wie dunkel müssen Wolken sein, damit die Sonne nicht alles überblendet, man sie also fotografieren kann? Wie dunkel dürfen Wolken sein, damit man die Sonne noch sieht, man sie also fotografieren kann? Eine Sonne, die als kleiner Kreis gut erkennbar ist, die ganze Umgebung auf der Fotografie aber in tiefe Nacht taucht, ist wenig befriedigend. Auch ein ausgebrannter diffuser Fleck inmitten eines prächtigen Wolkenhimmels begeistert den Fotografen nicht.

Eine Konstante bei allen Sonnen-Fotografie-Versuchen: das gesehene Bild unterscheidet sich wesentlich vom fotografierten, und zwar immer, – wie schön!

18.01.2021 Montag für die Kunst

16/21. STEFAN KAISER, Behältnis zum Auffangen firmamentaler Krokodilstränen mit undichter Stelle, 2020, Fotografie, Aquarell, Deckweiß, Farbstift, 50 x 40 cm

Mehr zu der Werkgruppe der Wolkenmanuskripte, 2020 unter: MEHR WOLKEN – HIMMELSZEICHNUNGEN.

17.01.2021

Diese Wolken machen es uns vor: sie haben ein gemeinsames Ziel.

15/21. Gemeinsames Ziel, 13.01.2021

16.01.2021

In diesem öden Januar, dessen Mitte wir heute feiern, ist es doch so: vielen Menschen fällt die Decke auf den Kopf. Über die Gründe muss an dieser Stelle nichts gesagt werden. Stattdessen versuche ich es mit einem kleinen Beitrag, damit uns die Wolkendecke nicht auch noch auf den Kopf fällt, und zwar mit dieser programmatischen Fotografie.

14/21. Weg mit der Decke! 20.12.2020

Schwerste Finsternis dominiert, – noch, denn sie zieht ab; es folgt ein Streifen himmelblauer Heiterkeit, dann weitere dunkle Wolken, aber schon überstrahlt von gleißendem Licht. Für die gewünschte Stimmung – denken Sie an die Decke! – ist es natürlich wichtig, das Bild in richtiger Richtung zu lesen, für die ich mich jedoch verbürge. Rechts ist Westen, von da kommt der Wind, – und da geht die Sonne unter… . Mmh, mag sein, dass die Sinnhaftigkeit dieses Fotos noch einmal zu überdenken wäre.

15.01.2021

13/21. Parallelwelt, 13.01.2021

Suchbild: Haben Sie es gesehen? In der horizontalen Parallelwelt der Wolken gibt es eine unerhörte Abweichung, ein winziges Flugzeug mit seiner kümmerlichen Privatwolke. In der Vergrößerung kommt es so gut heraus, dass man fast die Fluggesellschaft erkennen kann, – was mich über die technischen Fähigkeiten meiner Bildproduktionsmaschine staunen, fast erschrecken lässt.

13/21a. Was fliegt denn da?

14.01.2021

Beim Anvisieren des Motivs, beim Blick durch das Teleobjektiv fühlte ich mich auf einmal beobachtet, sogar neckisch angegrinst. Nur für einen Moment, einen Augenblick, schauten mich zwei Augen groß an, beim Drücken des Auslösers war das eine schon wieder verschwunden, oder zugekniffen? Eine freundlich-dreiste Fratze, der die Sonne aus Augen, Mund und Nase strahlte. Was noch eine Zeit lang blieb, war das Grinsen, – wie bei der Edamer Katze: “Wie du willst”, sagte die Katze und verschwand diesmal ganz allmählich, von der Schwanzspitze angefangen bis hinauf zu dem Grinsen, das noch einige Zeit zurückblieb, nachdem alles andere schon verschwunden war. Als Wolkenbeobachter ist man immer ein wenig im Wunderland.

12/21. Das breite Grinsen, 13.01.2021

13.01.2021

Hier noch eine feine Wolke von gestern.

11/21. Gekordeltes Wolkenband mit Loch, 12.01.2021

12.01.2021

Seit gestern gilt der schärfte Lockdown. Ich werde deshalb mindestens bis Ende Januar meinen Bewegungsradius einschränken und den Kontakt mit allen Wolken, die weiter als 15 km entfernt sind, vermeiden. Auf portugiesische oder griechische Wolken, zum Beispiel, werde ich verzichten. Ob die Wolken, die hier an meiner Linse vorbeikommen, ihrerseits auf ausreichenden Abstand außerhalb dieser Zone geachtet haben, vermag ich nicht mit Bestimmtheit zu sagen, sie haben allerdings, auch in Hinblick auf ihre Impfbereitschaft, Kooperation signalisiert.

10/21. Wolkenlandschaft über dem Beberich, 12.01.2021

Nach den eindrucksvollen Wolkenerlebnissen des heutigen Tages sollte mir diese selbst auferlegte Beschränkung leicht fallen.

11.01.2021 Montag für die Kunst

9/21. STEFAN KAISER, Beim Zeichnen des Himmels, 2020, Fotografie, Farbstift, weiße Tusche, 50 x 40 cm

10.01.2021

8/21. Tiefe Wolken über dem Douro, 28.07.2013
oh - wehwehweh
(sehr spätromantisches gedicht)

wohin wollen wolken wandern
würdevoll vom wind verweht
weich beschwingte wandelwesen
warm und wunderbar beseelt?

warum wollen wolken wandern
wogen in der himmelswelt
schweifen über wald und wiesen
westlich-wild hinweggeweht?

weiß der kuckuck!

8.01.2021

Ich kann mich gut an den Tag erinnern, es war für mich ein besonderer. Als ich die wolkenverhangenen Tannen fotografierte, habe ich an ein wunderbares Bild von Caspar David Friedrich gedacht, das ich kurz zuvor gesehen hatte. An die geheimnisvolle Spiritualität des Meisters kamen meine Fotos aber bei weitem nicht heran, und so verschwanden sie auf der Festplatte.

Beim Durchforsten (!) der alten Bilddateien blieb ich jetzt an diesem Foto hängen. An CDF denke ich nicht mehr, es ist wohl eher das leichte Gruseln, das vermutlich nicht nur mich in diesen Tagen gelegentlich überkommt, ein Gefühl der Unsicherheit, der Halt- und Bodenlosigkeit, der Gedanke an ein Leichentuch, das sich nach den Weihnachtstagen über das Land legt.

Soweit das Wort zum Freitag und hier kommt das Bild:

7/21. Wolken-Tannen, 13.07.2012

06.01.2021

6/21. Wegweisende Wolke, 27.03.2013

Wer weiß, ob die drei Könige damals wirklich auf ihrem Weg zur Krippe einem Stern gefolgt sind. Könnte es nicht auch so eine hübsche Weg Weisende Wolke (WWW) gewesen sein? Gegenüber einer rasch verwehenden Eiskristallerscheinung mag ein verglühender Komet zwar einen etwas solideren Eindruck machen. Aber wenn wir uns schon im wohlig-warmen Bereich der Wunder und Geschichten bewegen, – und das tun wir ja gerne (und was bleibt uns auch anderes übrig?) – dann scheint mir die Annahme einer stabilen Führungswolke (SFW) im klaren orientalischen Himmel, nachts vom Mond kunstvoll erleuchtet, keineswegs abwegig.

05.01.2021

“Die Sonne brach durch die Wolken, verschwand wieder, kam aus neue im jagenden Spiel der Nebel und der Wolkenberge, Ungetüme, die von Westen herbeirasten …”, Friedrich Dürrenmatt (05.01.2021 – 14.12.1990), Der Richter und sein Henker, 1952

5/21. Wie an einem Schöpfungstag, 29.03.2018

04.01.2021 Montag für die Kunst

4/21. STEFAN KAISER, Krallenfallen, 2020, Farbstift und Fotografie, 50 x 40 cm

03.01.2021

3/21. Gewaltiger Abendaufzug mit kleinem Mond, 20.12.2020

02.01.2021

2/21. Kumulus-Jahreshauptversammlung 28.01.2020

Bei der Bearbeitung dieses Fotos stieß ich plötzlich und unerwartet auf eine Schar schwarzer Vögel. Bei mehrmaligem Abzählen ergab sich die für dieses Jahr passende Zahl 21. Bleiben noch die Fragen: Wohin fliegen diese Vögel? Warum fliegen sie überhaupt, – bei diesem Wetter? Und: wer ist zuständig, Ornithologen oder Auguren?

2/21a. 21 Vögel mit unbekanntem Ziel, 28.01.2020

01.01.2021

Der Weg in das Jahr 2021

1/21. Gefährlicher Weg, 28.01.2021

So ist der Wolkenweg in dieses Jahr. Dunkle Wolken sind nah, im Hintergrund leuchtet ein Gewitter, davor baut sich schon ein neues auf. Sage keiner, es ist vorbei. Der Mensch an der Kante, er ist noch nicht über den Berg. Wir hoffen, er ist nicht ohne Schirm losgegangen. Immerhin ist der Himmel wieder in großen Teilen blau, und irgendwoher scheint die Sonne.

Während wir pandämonisch in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, wollen Wolken wandern (www). Diesem Freiheitsbedürfnis der himmlischen Wesen möchte ich gerne nachkommen und Ihnen dabei die wunderbare Welt der Wolken (www) etwas näher bringen.
Gegen eine chronologische Abfolge der Fotos in diesem Blog haben meine Wolken schärfstens protestiert. STEFAN KAISER, SEPTEMBER 2020

31.12.2020

2020/2021 – Schon die dritten Kunst-Wolken in dieser Woche, – das Jahr geht gut zu Ende.

95. Neujahrsgruß an alle Wolkenfreunde: bleibt negativ! 31.12.2020

Bei dem zwiegeteilten Foto der mächtigen Wolken könnte man meinen, die Wolken unter der 21 seien recht schwarz und Schwarz-Sehen sei doch für den Jahreswechsel nicht die beste Strategie. Wieder einmal täuscht der erste Blick. In Wirklichkeit ist es so: Die Wolken haben sich testen lassen, – und das Testergebnis, das sieht man auf den ersten Blick. Im Gegensatz zu der linken 20er Seite ist die 21er negativ. Wenn das kein positives Denken ist!

30.12.2020

94. Nicht ganz ungefährlicher Schleiertanz, 31.10.2020

29.12.2020

Gestern war der erste Montag für die Kunst, aber auch der heutige Dienstag muss hier ganz im Zeichen der Kunst stehen: Heute vor 100 Jahren wurde Hanns Josef Kaiser, mein Vater, geboren. Nicht einmal drei Jahre haben gefehlt und er hätte diesen Tag noch selbst erlebt.

Hanns Josef Kaiser war ein hervorragender Zeichner, ein unglaublich einfallsreicher Maler, ein unermüdlicher Bild- und Objekt-Monteur, der aus allem Kunst machen konnte und das auch tat, ein durch und durch kreativer Kopf und ein wunderbarer Mensch.

93. Hanns Josef Kaiser, Aus den Wolken gefallen, 1976, Aquarell, 41 x 52 cm
Das herrliche Aquarell ist schon seit Ende der 80er-Jahre in meinem Besitz. Ich durfte mir zur Hauseinweihung eines aus seiner Reihe der Phantastischen Landschaften aussuchen, und meine Wahl fiel ohne Zögern auf dieses Bild, obwohl ich damals noch weit von meinem Wolkenthema entfernt war. Ob meine Begeisterung für Wolken und Himmel schon damals so groß war oder ob dieses Bild vielleicht maßgeblich an der Entstehung dieser Begeisterung mitgewirkt hat, vermag ich nicht zu sagen. Mit großer Sicherheit kann ich aber sagen, dass ich beim Fotografieren des norwegischen Bergsees an dieses Bild meines Vaters gedacht habe. Leider gab es an jenem Junitag 2018 keine einzige Wolke. Hanns Josef Kaiser ist übrigens nie in Norwegen gewesen.
93/II. Bergsee am Liafjellet bei Sand, 30.06.2018

28.12.2020 MONTAGE für die Kunst

An diesem Montag eine Foto-Montage für den WOLKENMEHR – Jahresrückblick, zugegeben etwas anmaßend, die Seite gibt es erst seit vier Monaten. Dennoch hatte ich keine Schwierigkeiten, den Wolkenkasten gut zu besetzen (den Setzkasten gut zu bewölken). Auf den ersten Blick erkennt man, dass der Himmel eine ziemlich bunte Angelegenheit ist, und die Wolken ein recht buntes Völkchen sind.

92. Montage für die Kunst: WOLKENMEHR – Jahresrückblick, Foto-Montage
Dieses Bild sei aber nicht nur Rückblick, sondern auch Ausblick. Ab jetzt möchte ich, nach Möglichkeit - ein starres Systemdiktat lehne ich ab - die Montage für die Kunst nutzen (fridays for future - mondays for fine art). Die im Grunde längst entschiedene Frage, ob Fotografie nicht ebenfalls Kunst ist oder jedenfalls sein kann - selbstverständlich ist sie das, selbstverständlich kann sie das - möchte ich dabei gar nicht erst berühren, sondern die Wolken-Montagsbilder von den Dienstags-bis-Sonntags-Wolkenbildern dadurch unterscheiden, dass sie auf jeden Fall künstlich, kunstvoll und gelegentlich künstlerisch sind, Kunstwerke und Kunst-Werke, Kunst-Wolken und Wolkenkunst. An den Montagen (die nach den Sonntagen) werden also nicht nur Montagen (wie der obige Jahresrückblick) auftauchen, sondern auch Zeichnungen, Gemaltes, Überarbeitetes usw. Die Hardcore-Wolkenfans werden es verschmerzen. Wolkenfreunde sind, davon bin ich überzeugt, auch Liebhaber der Kunst oder der Künste, oder sollten es jedenfalls sein, oder sollten es werden.

Bliebe noch die Frage zu klären: warum der Montag? Ich habe mir überlegt, dass auch Kunst nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage funktionieren könnte. Montags sind die Museen geschlossen, wer dennoch Kunst sehen will, bekommt sie hier, unter diesem Zeichen:
W O L K E N
      U > S
          T

27.12.2020

Verheißungsvoll oder bedrohlich, friedlich oder unheimlich?

91. Rötliches Leuchten aus dunklen Wolken, 15.12.2020

25.12.2020

Zu Weihnachten wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen.

90. Lebhafter Abendhimmel über dem Bockert (Die Kirche im Dorf lassen), 20.12.2020

24.12.2020

89. Vom Frohlocken, 24.12.2020

22.12.2020

Der menschliche Wille kann Berge versetzen, – eine wundervolle Weisheit! Ich gestehe es offen: auch als passionierter Ebenenbewohner hätte ich immer schon gerne ein paar Berge vor der Haustür gehabt, auch wenn ich den weiten Blick in die Tiefe des Raumes – aus der einst Netzer kam – nicht missen möchte.

Dass mein Wille so stark sein könnte, meinen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen, habe ich bis heute nicht geahnt. Aber eben habe ich sie gesehen und hier zeige ich sie euch, die schneebedeckten Gipfel des leicht wolkenverhangenen Niederrheinischen Wolkengebirges, der nie gesehene Blick auf die hochalpinen Big Four: Eiger, Mönch, Jungfrau und Nonne, eine Aussicht, bei der auch die sonst so bergpanorama-verwöhnten Voralpenländler neidisch werden sollten! Gleich schnüre ich meine Bergschuhe für eine erste Tour.

88. Niederrheinisches Wolkengebirge: Eiger, Mönch, Jungfrau und Nonne (v.l.n.r.), 22.12.2020

21.12.2020

Der kürzeste Tag des Jahres soll doch mit ein wenig Licht gefeiert werden.

87. Sonnenstrahlen aus dunklem Gewölk, 17.12.2020

20.12.2020

Was treibt der Himmel für ein Spiel? Was tut er dem wohlgesonnenen Wolkenbeobachter an? Da unten Regen, Schwärze, Finsternis und Bedrohung, sogar noch mit einem leicht affektierten Grau-Gelb-Orange hinterlegt, darüber ein unfreundliches und unerfreuliches Graugewölk, aber dann, wenn man, fast schmerzhaft, den Kopf in den Nacken legt, ganz oben, ein tiefblaues, auch noch annähernd herzförmiges Wolkenloch, wie ein spöttischer Kommentar – das ist doch die Höhe!

86. Dunkel mit Wolkenloch, 08.12.2020

19.12.2020

FROH LOCK DOWN
So unersprießlich das alles auch gerade ist, von down zu froh sind es nur ein paar Buchstaben.
Zugegeben der Weg ist beschwerlich,
unangenehm dornig und bedrohlich gefährlich,
aber er ist vorhanden und sogar kurz:
LOCK 
DOWN
DORN
DROH
FROH 
LOCKEN
Ja dann los, Engel Aloisius!
85. Dunkle Wolkenschale mit leuchtendem Inhalt, 16.12.2020

18.12.2020

Nochmal kurz auftauchen aus dem dunklen Wolkendickicht, nochmal Luft schnappen, ein wenig Lichttherapie tut gut.

84. Wolkendecke von oben, 11.08.2013

So ähnlich könnte die vorgestrige Wolkendecke von oben ausgesehen haben. Auf den ersten Blick eine flauschig-weiche Watteschicht in kühler blaustrahlender Helligkeit, ohne Gedanken an die darunter herrschende Finsternis, dafür aber an Reinhard Mey: Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, blieben darunter verborgen, und dann … . Dieses “sagt man” scheint mir sehr wichtig, es rettet das Lied gerade noch vor dem Kitsch. Es gibt immer einen zweiten Blick: unzugängliche, unwägbare Weichheit, lauernde Untiefen, eiseskalte Einsamkeit, Ängste und Sorgen – Wolkenwanderer aufgepasst!

17.12.2020

83. Was geht ab über’m Horizont? 14.12.2020

16.12.2020

82. Versiegelung des blauen Himmels, 13.12.2020
Corona-Wolken 2020

Strahlende Frühlingstage, ein strahlend blauer Himmel
Die Welt unter der Corona-Wolke
Wie eine Bleidecke legt sie sich über das Land
Das Leben erstirbt, alles scheint gelähmt
Nur wenn man genau hinhört
bemerkt man, dass die Vögel singen wie immer


Trübe Dezembertage, ein schwerer grauer Himmel
Die Welt unter der Corona-Wolke
Wie eine Bleidecke liegt sie erneut über dem Land
So still war die Stille Nacht noch nie
Nicht einmal in den Kirchen
hört man die Menschen singen

15.12.2020

Bevor die Dunkelheit und das Grau weiter vorrücken und gänzlich dominieren, was – da brauchen wir uns keinen wolkigen Illusionen hinzugeben – unvermeidlich sein wird, hier noch ein wenig Blau, das allerdings gar nicht erst den Eindruck friedlicher Harmlosigkeit aufkommen lässt, da eine irritierend dynamische, fast aggressive Komponente nicht übersehen werden kann, auch wenn das noch nicht ganz kahle Gezweig umstehender Bäume dies etwas zu besänftigen wünscht.

81. Diagonaler Wolkenstrom, 10.12.2020

14.12.2020

Nach der ersten Welle kommt die zweite Welle und dann … . Und heller wird es auch nicht mehr.

80. Wellenwolke in dunklem Grau, 14.12.2020

13.12.2020

Was sich da oben zwischen den beiden dunklen, diagonal aufklaffenden Wolkenbahnen auftut, das könnte man – in starker Vergrößerung und mit gutem Willen – als schneekristall-glitzer-leuchtsternchenhafte Dekoration für den heutigen dritten Advent durchgehen lassen, aber der restliche Himmel erscheint mir eher wie eine wundersame Drohung.

79. Bizarre Verfinsterung der Sonne, 10.12.2020

12.12.2020

Das sieht zunächst friedlich aus, aber ist dem zu trauen? Eine Wolkendecke schiebt sich über das Land. Nein, sie ist nicht auf dem Rückzug, sie breitet sich aus, sie kommt näher, sie wird breiter, sie wird dunkler.

78. Ausgefranste Wolkenfront auf dem Vormarsch, 10.12.2020

11.12.2020

Genug der künstlichen Wolken! Auch die Explosionswolke im fernen Texas (Cumulus Flammagenitus Muskiensis) vermag uns nicht zu begeistern. Unsere heimischen Wer-Weiß-Von-Wem-Wolken (WWVWW) sind schon aufregend und bedrohlich genug (wenngleich sich da unten doch wieder einige Homogenitus unters Wolkenvolk mischen).

77. Dunkler Streifenhimmel, 04.12.2020

10.12.2020

Nein, es ist noch nicht der vierte Advent…

76. Abendliches Kraftwerksgewölk, 09.12.2020

…aber die Cumulus Erwehehgenitus bringen auch aus fast 30 km Entfernung etwas vorweihnachtliche Farbe in den an diesem Tage wolkenlosen Himmel.

09.12.2020

Man sollte nicht immer nur in die natürlichen, oft so schrecklich schönen Wolken gucken. Darauf wurde bereits gestern und am 26.09.2020 mit dem Bild Nr. 23 hingewiesen. Auch der Mensch ist heutzutage in der Lage, sehr eindrucksvolle Wolken herzustellen, was hier gleich mit zwei Fotografien (Nr. 74 und 75) unter Beweis gestellt werden soll. Diese sind zwar schon fünf bzw. acht Jahre alt, aber für die gezeigten Protagonisten gilt, leider nicht im Märchen, sondern in der rheinischen Realität: und wenn sie nicht abgeschaltet sind, so qualmen sie noch heute, und so ist es, und die Stoffe der RWE-Wolken werden uns ohnehin noch lange beschäftigen.

75. Bei der Arbeit, 10.10.2012

Wir sehen das Rheinische Braunkohlerevier bei der Arbeit, auf dem Foto unten die Kraftwerke Frimmersdorf, Neurath und Niederaußem (v.l.n.r.), auf dem Luftbild oben die gleichen drei in umgekehrter Reihenfolge und hinten Weisweiler. Sie arbeiten sichtbar fleißig und gemeinsam an einer Versiegelung des Landes mit einer soliden CO2-Schicht. Die Großindustrie am trüben Rhein unten im Foto, die sich doch in Sachen Luftverschmutzung redlich Mühe gibt, wirkt dagegen recht popelig. In der traurigen Statistik der Treibhausgasemissionen der europäischen Kraftwerke von 2015 liegen die hier friedlich vor sich hin qualmenden Anlagen weit vorne: Platz 2: Neurath, Platz 3: Niederaußem und Weisweiler immerhin Platz 5, das ist doch was! Dennoch möchte man RWE nicht unbedingt zu diesen “Erfolgen” gratulieren. Gratulieren könnte ich mir allenfalls zu diesem Schnappschuss – von den Big Five drei auf einen Streich, bei einer Fotosafari im afrikanischen Busch absolute Spitze! – tue es aber nicht.

08.12.2020

Schon seit Kain und Abel hat man bei Rauchsäulen ein mulmiges Gefühl.

74. Rauchsäulen, 15.12.2015
Wolkenwissenschaftswahrheiten

Gerade heute habe ich mich bei der Zeitungslektüre über die famose Eigenschaft der deutschen Sprache gefreut, neue Wörter durch Aneinanderreihung von alten zu bilden (Seewasserspiegelendlage), da muss ich auf meinem vertrauten Terrain der Wolken erfahren, dass die dort oben angesiedelte Wissenschaft immer wieder lateinische Begriffe erfindet, und vielleicht schon darin ihre Abgehobenheit kundtut.
Der Internationale Wolkenatlas wurde bereits am 23.03.2017 um eine Reihe neuer Wolkenklassifikationen ergänzt, die ich unverzeihlicherweise erst in diesen Tagen zur Kenntnis nehme, wofür ich mich ausdrücklich entschuldige.
Die gestern erwähnte Cirrus Homomutatus entsteht, wenn sich eine durch Luftfahrzeuge verursachte Cirrus Homogenitus über einen längeren Zeitraum erhalten hat und durch Windeinflüsse u. ä. verformt wurde. Bisher hat man von Kondensstreifen gesprochen und mehr muss da eigentlich auch nicht gesagt werden, wobei allerdings Homogenitus alle von Menschen gemachten Wolken bezeichnet, also auch Wolken aus Kraftwerken und Schornsteinen (auch Tabakspfeifen?). Es gibt Albernheiten wie die Klassifikation der Stratus Cataractagenitus (der durch Wasserfälle erzeugte Nebel). Die Stratus Silvagenitus (durch Waldbrände erzeugte Schichtwolken) werden die Menschen in Kalifornien und Australien wohl nicht als Albernheit akzeptieren, und natürlich sind auch die hier gezeigten Cumulus Homogenitus eine ernste Angelegenheit, wenn auch mit einer fragwürdigen Bezeichnung, die Egidius Kaub übrigens verworfen hätte, und zwar nicht nur, weil er lateinische Bezeichnungen ablehnte, wie wir schon wissen, sondern weil für ihn nur die nicht-menschengemachten Wolken von Interesse waren, alles andere hätte er als Wolke (nubes) gar nicht erst gelten lassen.

07.12.2020

Manches erscheint schleierhaft in diesem Dezember und nicht alles an diesem Himmel ist natürlichen Ursprungs. Denn da mischen sich einige Kondensstreifen, wissenschaftlich jetzt Homomutatus genannt, lange und dünne künstliche Wolken, die insbesondere im Gefolge von Flugzeugen entstehen und eine wichtige Klasse anthropogener Wolken darstellen, unter ihre Zirrus-Gattungsgenossen.

73. Abendschleierhaftes mit dem WDR, 24.11.2020

05.12.2020

72. Finstrer Wolkenwirbel und nur zum Teil gelungener Versuch der Abendsonne, das Dunkel des gestrigen Tages zu vergolden, 04.12.2020

04.12.2020

71. Weit entfernter Silberstreif, 04.12.2020

Da gibt es nichts zu diskutieren, da gibt es kein Schönreden, der Himmel ist dunkel, sehr dunkel, Tendenz schwarz. SCHWARZ SEHEN SCHWARZ DENKEN SCHWARZ FÜHLEN BLACK MATTERS

02.12.2020

Noch ein Datum, an dem man mit drei Ziffern auskommt, – das muss genutzt werden. Und da das heutige fiese Nassgrau nicht weiterhilft, ein Griff ins jüngste Archiv mit diesem viel zu schönen Morgenhimmel.

70. Glühender Wolkenteppich mit Turm, 28.12.2020

Die Plätzchenbäckerei der Engelchen hat an diesem Tage schon früh die Arbeit aufgenommen. Der Mobilfunkturm steht nicht zufällig in der Mitte. Die Engel backen online.

01.12.2020

Viel zu schön, der Weg in den Dezember

69. Der Weg in den Dezember, 28.11.2020

Ein großer Vorteil des Winters ist es ja, dass man für Sonnenaufgänge nicht so früh aufstehen muss.

Wäre dieser Himmel für den heutigen Morgen, als Weg in den Dezember, nicht perfekt gewesen? In Wahrheit ist er aber vom 28.11.2020, für diesen Tag allerdings viel zu schön, eigentlich überhaupt zu schön, viel zu schön für einen öden November, für einen verwaisten Dezember, und viel zu schön für einen so ernsthaften Blog. Aber was will man machen, wenn es nun mal wirklich so schön war?

Einsam die Spaziergängerin, mit ihrem Hund, immerhin.

30.11.2020

Auch Wolken kann man impfen.

68. Schwerer Streifenhimmel, 14.01.2015
Über das Für und Wider des Impfens

Auch Wolken kann man impfen, und zu zivilen Zwecken ist das, sogar ohne Einwilligung der Betroffenen, erlaubt. Allerdings werden Wolken im Gegensatz zu Menschen nicht gegen etwas geimpft, sondern für etwas, z. B. für die Produktion von Regen oder kleineren Hagelkörnern. Wolken sind aber, im Gegensatz zu ihrer luftigen Geschmeidigkeit, beim Impfen etwas sperrig. Sie entziehen sich hartnäckig einer Kontrolle durch die Wissenschaften. Das liegt an einer Eigenschaft, die Wolken mit den Menschen gemein haben, bei der sie diese aber anscheinend weit übertreffen: die Individualität. Keine Wolke ist wie die andere. Das sagt man vom Menschen zwar auch, aber bei diesem ist es kein Problem eine Kontrollgruppe für die wissenschaftliche Überprüfung der Wirksamkeit von Impfstoffen zu finden, bei einer Wolke sehr wohl. 
Regnet es aus einer mit Silberiodid geimpften Wolke, so weiß man nicht sicher, ob sie sich ohne die chemische Zugabe nicht auch ausgeregnet hätte. Denn die Nachbarwolke, die sehr ähnlich aussieht, hat vielleicht keinen Regen abgesondert, weil sie eben nur so ähnlich aussieht, sich aber doch unterscheidet. Und die Wolke daneben, die trotz sorgfältigster Impfung keinen Regen bringt, der Impfversager, hat vielleicht heimlich etwas Regen geweint, der aber auf seinem langen Fall Richtung Erde bald verdunstet ist. Und die nächste Wolke, die ausgiebig Niederschlag spendet, aber nicht geimpft ist, hätte sie geimpft noch mehr Regen gebracht?
Die Fragen, Widersprüche und Widerstände bei einer Impfung sind zahlreich, vielfältig und selbstverständlich berechtigt, - wenn es um Wolken geht.

29.11.2020

67. Graue weiche Wolkenwellen, 13.11.2020

28.11.2020

66. Abendhimmel, mit Allem, 14.05.2020
Abendhimmel, mit Allem

Two Cheeseburgers, with Everything - Claes Oldenburg hat 1962 ein wunderbar-ekliges Objekt mit diesem herrlichen Titel geschaffen.
In freundlicher Anlehnung nenne ich das heutige Wolkenfoto 
Abendhimmel, mit Allem, wobei, wie bei Oldenburg, gemeint ist: mit allem Möglichen, zur Verfügung stehenden. Also:
- Mit allen Farben: Rot (Rötlich), Gelb, Blau, Violett, Orange, Grau und Weiß und Schwarz. Grün darf man vom Abendhimmel nun wirklich nicht erwarten.
- Mit allen Wolkenformen, nicht im Sinne einer wissenschaftlichen Klassifizierung wie zum Beispiel von Luke Howard oder Egidius Kaub, sondern einer anschaulichen Vergegenwärtigung: flache, hohe, feste, flauschig-weiche, anschwellende, rund-geschwungene und spitz-zerzauste.
- Mit allen Stimmungen: hellblaue Zuversicht, tiefblaue Ruhe, rosige Heiterkeit, dunkles Drohen, stürmisches Fegefeuer und gleißende Herrlichkeit.
- Mit der ganzen Nähe und Tiefe des Raumes, mit Vorder-, Mittel- und Hintergrund.
- Mit der vollständigen Abwesenheit auch des kleinsten Stückchens Erde; 
d. h. ohne in seiner unantastbaren Daseinsberechtigung auf das dunkle Feste angewiesen zu sein, ohne dessen vermeintlicher Bedeutsamkeit zu bedürfen, ganz sich selbst genug.
Aber wäre das wirklich schon Alles?
Und was bedeutet für den Himmel schon möglich und unmöglich?

26.11.2020

Die neuen Maßnahmen und Einschränkungen liegen auf dem Tisch. Da wollen wir uns etwas Mut machen. Das Foto tut nur scheinbar das Gegenteil.

65. Kleiner fröhlicher Weltuntergang, 29.03.2028

Das Wolkenschwarz schüttet Regenmassen übers Land, Fluten stürzen herab. Das Grau türmt sich gefährlich auf. Gibt es Rettung? Bedrohliche Dunkelheit, Furcht gebietende Finsternis, ein kleiner Weltuntergang?

Vielleicht ist es ja ganz anders. Vielleicht sind die dunklen Wolken gar nicht bedrohlich, sondern verheißungsvoll, kündigen das Ende der langen Dürre an, bringen wohltätiges Wasser mit lebensspendender Kraft? Und wenn man genau hinsieht, erkennt man dann nicht die tanzenden Menschen auf den Dächern? Wenn man ganz leise ist, hört man sie ausgelassen singen, – wirklich!

25.11.2020

64. Die Wolke, weiblich, friedlich, 25.11.2020

Orange your City. Städte, Gebäude und Objekte werden heute weltweit mit orangefarbenem Licht angestrahlt, als sichtbares Zeichen gegen die Gewalt gegen Frauen. Da wollen die Wolken nicht zurückstehen, solidarisieren sich mit dieser Aktion und leuchten von sich aus, sogar am Tag. Zum Beispiel diese Cumulus humilis, die sich zuerst am 13.10.2012 über dem ägäischen Meer zeigte und heute noch einmal an dieser Stelle in strahlendem Orange erscheint. Nichts liegt ihr ferner als Gewalt. Orange your Cloud!

23.11.2020

Kunst wirkt.

63. Himmel, Niederrhein und Kunst: Alicja Kwade, Matter Motion, 2020, 13.10.2020

Dass der Mensch Wetter und Klima beeinflusst ist ein Gemeinplatz. Dass auch Kunstwerke dazu in der Lage sind, und zwar auf wesentlich geschmeidigere und konstruktivere Art und Weise, ist uns im allgemeinen weniger bewusst. Dieser spannende Sachverhalt lässt sich zum Beispiel wunderbar an diesem Werk von Alicja Kwade illustrieren.

Wer würde angesichts dieses Fotos leugnen, dass Kunst im Himmel weitergeht? Dass Kunst eine solche Wucht entfaltet, dass sie sogar den Himmel ergreift? Oder ist es doch der Himmel, der nach der Kunst greift, sie mitgestaltet? In jedem Fall: himmlische Kunst in der Langen Foundation auf der Raketenstation Hombroich (noch bis zum 18.04.2021).

21.11.2020

Immer noch

62. Wolken über dem Weißen Haus, 20.11.2020

20.11.2020

61. Wolkenstreifen, fein gerippt, 20.11.2020
EIN FELD

JEDER KENNT SOLCHE TAGE
AN DENEN IHM NICHTS MEHR EIN FELD
AN DENEN ER AN ALLEM ZWEI FELD
UND GERADE HAT ES NOCH GEFEHLT
DASS IHM DER HIMMEL AUF DIE RÜBE FELD
AUF DIESEM KRAUT UND RÜBEN FÄLLT

Entschuldigung!

19.11.2020

… und zwar genau unter diesem völlig untypischen November-Himmel, dessen prächtiges Blau jedem Mittelmeer-Land zur Ehre gereichen würde, fast wolkenlos, bis auf die drei hinskizzierten Streifenwolken, in denen sich – trotz aller heimischer Pracht – eine Von-hier-Fort-Bewegung andeutet. Man fliegt wieder, aber auf Abstand, zu einem unbekannten Ziel tief im Wehehesten.

60. Völlig untypischer November-Himmel, 18.11.2020

18.11.2020

Diese Abendwolkenfotografie ist genau ein Jahr alt. Zu der zeitlichen kommt noch eine gewaltige räumliche Distanz. Wir bleiben also noch ein wenig im östlichen Mittelmeer, bevor wir an den Niederrhein zurückkehren.

59. Zypriotischer Zirrustanz, 18.11.2019

16.11.2020

Genau 32 Minuten vor dem gestrigen Foto (Nr. 57) entstand das heutige. Eigentlich war ich an dem Abend dabei, die Zeichnung eines wundervollen, alten Olivenbaumes fertigzustellen. In meinem Rücken spielte sich aber am Himmel Erstaunliches ab, so dass ich froh war, den Fotoapparat mitgenommen zu haben.

58. Sonne und Regen über Kreta, 08.06.2018, 18.27 Uhr

15.11.2020

Ein paar Strahlensätze

57. Postkarten-Sonnenuntergang nach C. D. Friedrich, Südkreta 08.06.2018

Der Brockhaus weiß, was ein Strahl ist: 1. ein scharf gebündelter Materie- oder Teilchenstrom; 2. eine von einem Punkt in bestimmter Richtung ausgehende Gerade.

Ob Strom oder Linie, die Sonne hat Strahlen, das weiß jedes Kind und zeichnet die Sonne deshalb auch so. Außerhalb kindlicher Darstellung werden wir der Sonnenstrahlen aber erst gewahr, wenn Gewölk oder anderes Geeignete, wie Berge oder Laubwerk, uns klug und geschickt das Gestirn verhüllen. Dann entsteht vor, nein hinter unseren Augen das Bild einer Sonne, die zwar selbst unsichtbar bleibt, aber wundervoll strahlt.

Gute Nachrichten können ebenfalls diese Wirkung haben. Auch wenn man vor Erleichterung und Glück zunächst lieber weinen möchte, – das Strahlen kommt schon noch. Deshalb ein strahlendes Wolkenfoto am heutigen Volkstrauertag.

14.11.2020

Mit seiner Tiefe, seiner Transparenz, seiner Veränderlichkeit, seiner Vielschichtigkeit und seiner Unergründlichkeit erscheint mir der Wolkenhimmel als Modell für divergentes Denken in besonderer Weise geeignet.

56. Schöner Wolkenhimmel, 09.05.2014

Aber was geschieht gerade mit dem schönen, bislang ganz und gar positiv besetzten Begriff des “Querdenkens”? Eine feindliche Übernahme spielt sich vor unser aller Augen ab und scheint unaufhaltsam.

Dabei setzt doch das Querdenken das Denken voraus. Wer nicht nachdenkt (oder vordenkt), kann auch nicht quer denken. Einzelnen Querköpfen mag man gerne zuhören. Widerspruch ist gut und wichtig. Bei in Rudeln auftretenden Quertreibern, besser: Quergetriebenen, ist das schon anders. Mögen sie den malträtierten Begriff auch noch so groß auf ihre Pappschilder schreiben, so tanzen sie doch nach der Querflöte einiger mit vielen glitschig-glänzenden Worten, aber wenigen und trüben Gedanken ausgestatteten Rattenfängern. Ein Querschnittslähmung des Denkens ist zu befürchten.

Deshalb ein letzter Versuch: Duden, 22. Aufl., 2000: Querdenker, jmd., der eigenständig und originell denkt. Und schon vor zwanzig Jahren kannte der Duden auch die Querdenkerin. “Eigenständig” und “originell”, großartig! Das finden auch die Wolken.

13.11.2020

Bleiben wir noch ein wenig bei Tierischem. Könnte so nicht der Himmel der Kuscheltiere aussehen? Himmlisch-flauschige Wohlfühl-Wolken sind stets willkommen.

55a. Himmel der Kuscheltiere 12.11.2020
55b. Tatsächlicher Himmel der Kuscheltiere 13.11.2020

Ich weiß, eigentlich geht das nicht – schon oben (31.10. siehe unten) hatte ich es selbst als Vergleichmacherei schärfstens kritisiert und nun tue ich genau das, nicht nur im übertragenen, sondern im ganz handfesten Sinne -, da in den filigran-delikaten Wolkenformen laienhaft herumzupinseln mit notwendigerweise plumpem, unangemessenem Werkzeug, zum einen wegen der Verwüstungen in den Wolken selber, zum andern aber, und weitaus schwerer wiegend, wegen der Beeinträchtigung, ja Verhinderung der unvoreingenommenen, zu allem bereiten Betrachtung durch eine engstirnige und einengende Festlegung auf eine unbedeutende, individuelle, temporäre Sichtweise, nämlich meiner eigenen.

Ich bin in allen Punkten geständig. Das einzige, was ich zu meiner Entlastung anführen kann: Es gibt auch auf dem bemalten Foto noch einige Stellen, die den assoziativ-kreativen Blicken des geneigten Betrachters Stoff bieten mögen. Außerdem wurde ich Opfer meiner eigenen Wortwahl; denn bei dem Bildtitel Himmel für Kuscheltiere war in unversehens ganz bei meinen Enkelkindern und für sie habe ich dieses Bild gemalt.

12.11.2020

Ja , wenn schon Schafe über den Himmel ziehen, dann vielleicht auch Kamele? Ein Nadelöhr wäre jedenfalls bereits vorhanden. Anders gefragt: Wie reich darf man sein, um durch dieses Tor zu gelangen? Himmelreich?

54. Himmelstor, von dunklen Wesen bewacht, 01.09.2020

10.11.2020

53. Ins Weite ziehende Schäfchenherde, 10.11.2020

Dieser November ist für prächtige Überraschungen gut. Schäfchenwolken zu himmelfüllender Herde vereinigt ziehen beharrlich-friedlich ins Weite. Als Beruhigungs- und Einschlafmittel vermutlich bestens geeignet. Wer zählt die Lämmer, wer die Böcke? Stop the Count! – Kunststück!

Wenn ich mal müd’ bin, wenn ich mal müd’ bin, lang ich mir den lieben Gott runter und er singt mir was vor, Engel weinen – Kunststück! (W. Biermann)

09.11.2020

Brücken bauen – auch der Himmel hat die Notwendigkeit erkannt.

52. Wolkenbrücke 01.09.2020

Eine grundsolide Konstruktion nach irdischen Maßstäben ist das vielleicht nicht gerade. Aber was darf man vom Himmel erwarten? Auf flachen, perfekt in die Waage gelegten Fundamenten sicher in der Luft ruhend, durch Dunkelheit und Dichte mit maximaler Festigkeit ausgestattet, überspannt die himmlische Brücke mit wenigen kühnen Bögen das Firmament von einem Horizont zum anderen. Die Brücke ist da. Wer traut sich hinüber?

08.11.2020

Schwelgen wir noch ein wenig im Blau.

51. Flug durch die Schleierzeichen 31.10.2020

06.11.2020

Es ist hinglänglich bekannt, dass Wolken, zumal auf Bildern, unfreiwillig und ohne eigenes Zutun, aber, da bin ich sicher, im stillschweigenden Einvernehmen eine hohe symbolische Ausstrahlung haben. Den Begriff der Nephelomantie, den ich in diesem Zusammenhang gefunden habe, die divinatorische – also seherische, vorausahnende – Ausdeutung von Wolkenformationen und Wolkenbahnen, muss man dazu nicht bemühen, Egidius Kaub würde ihn und die damit verbundene esoterische Orakeltechnik glattweg ablehnen, und da bin ich ganz bei ihm.

50.a. Abendblau 22.06.2015, 22.03 Uhr

Und doch: da starren wir seit Tagen verwunderten Auges auf eine rotblaue oder blaurote Landkarte und werden daraus nicht recht schlau. Der Himmel und die Wolken zeigen es uns. Zwischen den beiden Fotos liegen nur vier Minuten. Dominiert zunächst das Rot, ist wenig später das Blau ganz weit vorne. Schade, die Wolken sind nicht vom 3. November 2020.

50.b. Abendrot 22.06.2015, 21.59 Uhr

Was Egidius Kaub dagegen mit Sicherheit begeistert hätte, ist die Nephelometrie:

Nephelometrie (griech. νέφος nephos ‚Wolke‘ und μέτρον métron ‚Maß‘), ein optisches Analyseverfahren, mit dem sich über die quantitative Konzentration feinverteilter, kolloidaler Teilchen in Flüssigkeiten oder Gasen die Trübung bestimmen lässt", weiß wikipedia. "Das zur Analyse verwendete Gerät ist ein Nephelometer, das Ergebnis wird in Nephelometric Turbidity Units (NTU) (engl. für nephelometrische Trübungseinheiten) angegeben.
Bei der Nephelometrie wird das seitlich austretende Streulicht gemessen, bei der verwandten Methode der Turbidimetrie dagegen die streuungsbedingte Verringerung der Intensität des durch die Flüssigkeit (oder das Gas) hindurchgehenden Lichtstrahls. Sowohl die Nephelometrie als auch die Turbidimetrie werden beispielsweise für die Quantifizierung immunologisch bestimmbarer Serumkomponenten (mittels Antigen-Antikörper-Reaktionen) verwendet."

Es ist doch verrückt. Unversehens sind wir wieder bei diesen bedrückenden Novemberwolken mit ihrem ausgeprägten Lock-Down-Syndrom, bei Aerosolen und fiesen Viren.

Zurück zum Rot-Blau-Thema: ließen sich vielleicht auch mit einem nephelometer-ähnlichen Gerät die Trübungseinheiten bei (amerikanischen) Politikern messen und als Political Turbidity Unit (PTU) angeben? Das wäre hilfreich.

05.11.2020

Die graue Nebelwolke auf dem letzten Wolkenfoto – schimmert sie nicht etwas blau? – scheint mir angesichts amerikanischer Verhältnisse weiterhin ein sehr passendes Motiv zu sein. Deshalb heute kein neues Bild, -aber eine neue Idee für sinnvolle Tätigkeiten im November: eröffnen Sie ein Konto bei der Wolkenbank!

03.11.2020

Bei Flüssigkeitspartikeln sind die Übergänge zwischen Tropfen, Tröpfchen, Tröpfchen-Kernen und Aerosolen, wie sollte es anders sein: fließend.

Als unsichtbare Wolke können sich Aerosole (z. B. Pollen, Bakterien und Viren) in geschlossenen Räumen über einen längeren Zeitraum in der Luft schwebend verteilen.

Da lobe ich mir doch die sichtbare Wolke da draußen, auch wenn sie bedrohlich entgegenkommt.

49. Da kommt eine Wolke entgegen 23.10.2016

Was man im November 2020 unbedingt noch tun sollte:

- Im Restaurant einen Tisch für 12 Personen bestellen.
- Mit seinen Kindern / Enkelkindern die Fackeln für den Martinszug basteln.
- Amerikanische Fahnen heraushängen oder verbrennen.
- Ein prunkvolles Karnevalskostüm entwerfen, Material einkaufen, aufwändig herstellen und weghängen.
- Die Museen der Umgebung besuchen und an die geschlossenen Türen klopfen.
- Alte Filme und Videos von Familienfesten angucken.
- Theaterkarten kaufen und mit einer genauen Beschreibung des ausgefallenen Stücks an die Pinnwand heften.
- Alle Freunde und Bekannte anrufen und ihnen sagen, dass man sie nicht treffen möchte.
- Drei Liegestütz und fünf Kniebeugen vor dem Fitness-Studio machen.
- Wolkenfotos aus anderen Monaten ins Netz stellen. Aha!

02.11.2020

48. Sanfte Wellen über plattem Land 01.11.2020, 8.20 Uhr

So ruhig und harmonisch hat der November wolkenmäßig begonnen. Dass er auch in anderer Hinsicht sanft und harmonisch werden könnte, ist wohl schon jetzt ausgeschlossen. Deshalb noch eine Empfehlung für dieses Foto: richtig entspannend wirkt es Kopf stehend. Von dieser Form der Präsentation hat mich hier nur mein Misstrauen gegen billige Effekte, allerdings nur mit einiger Mühe, abgehalten. Aber um 180° gedreht erhält die Himmelsfläche eine neue wundervolle Tiefe, in dem die unteren Wellen zum Anfassen nah wirken. Gerne würde man sie streicheln.

01.11.2020

Der Weg in diesen ungewissen November, …

47. Der Weg in den November 31.10.2020

… in diesen wegen des abnehmenden Lichtes und seiner feuchten Kühle mit Recht gescholtenen Monat, – unter einem vielleicht etwas zu schönen, zeichenreichen Himmel? Wer würde bei dem angeleinten Hund an Zerberus denken, den Höllenhund, den Dämon der Grube? Allerdings ließ sein zu Boden tropfender Speichel giftige Pflanzen wachsen, und schlimmer noch: sein Atem war tödlich. Aber was hat das mit diesem Monat zu tun?

Apropos: der Goldschakal, ein hundeartiges Raubtier, dessen irdische Existenz ich bislang unverzeihlicherweise nicht zur Kenntnis genommen hatte, lebt wieder in unserem Land. Wenigstens der darf sich frei bewegen.

31.10.2020

Was fliegt denn da?

46. Was schwebt den da? 21.10.2020
Fliegt es, schwebt es nicht eher, was es auch sei?
Viele Menschen, nicht zuletzt jene, die vorgeben, Wolkenfreunde zu sein, sind stets geneigt, in den vermeintlichen Zufallsformen der Wolken Figürliches oder Gegenständliches zu sehen. Sie kommen nicht umhin, in den irgendwie hingeworfenen Wind-, Wasser- und Eiswesen Wesenhaftes anderer Art, nämlich der ihnen vertrauten, zu erkennen und halten das fälschlicherweise für Phantasie. In Wirklichkeit aber handelt es sich um Vergleichmacherei. Zu diesen Menschen gehöre ich nicht.
Diese können nicht anders, als zum Beispiel in einer runden Form mit zwei Ausbuchtungen, die sich auf einer längeren Form einfindet, einen "Kopf mit Ohren", und in einer spitzen eine "Schnauze" zu erkennen. Natürlich finden sich dann auch rasch Augen, Nase oder dergleichen. Fast zwanghaft sehen sie in den ausgefransten Wolkenfetzen einen gefiederten Schwanz und in den aufragenden Wolkenpartien ausgebreitete Flügel, wobei alles, was dieser Sicht widerspricht kurzerhand vernachlässigt oder übersehen wird.
Diese Art von Wolkenbetrachtung, die hier also ein merkwürdiges, in ein weiches Daunenkleid gehülltes, vogelähnliches Wesen mit angelegten kurzen Beinen und einer Art Eichhörnchenkopf, der leicht nach unten geneigt die Wasseroberfläche mustert - in sanftem Flug nach rechts - konstatierte, oder gar einen zerzausten fliegenden Fisch mit dem Kopf eines Seepferdchens, der einen unbekannten Reiter befördert, liegt mir recht fern. Ebenso wenig möchte ich mich an einer weiterführenden Deutung dieses Wolkengebildes beteiligen, die in diesem strahlenden Oktoberhimmel einen finstren Vorboten für den folgenden, sorgfältig, aber nicht unbedingt sinnfällig downgelockten Monat November erblicken möchte.
Lieber halte ich mich da an die klare Begrifflichkeit des Egidius Kaub: Wir sehen hier ein prächtiges Krawunkel aus zwei mittelgroßen Grauls, wobei die herrlichen Flaugen des oberen sehr schöne Schlawingen, aber nur ganz wenig Gefrenzel aufweisen, während der untere Graul, besonders am linken Rand durch zahlreiche Fledern, und zwar in der Form von Riebeln und Riedeln, gekennzeichnet ist, die auch gleichzeitig die Schweberichtung dieser Wolke anzeigen. Auch die bogenförmige Schwange zeigt ein starkes Gefrinsel in die gleiche Richtung. Ausgenommen von dieser Charakteristik ist der rechte, etwas abgehobene Teil des Grauls, der eine gewölbte Flauge mit sanften Schwogen und auffällig spitz zulaufende, gefrinselte Struffen zeigt. Der ganze Komplex in der Nachmittagssonne über dem libyschen Meer schwebend, herrlich!

29.10.2020

Vulnerable Wolkengruppe

45. Sprechende Abendwolken 19.10.2020

Natürlich sind nicht nur Menschen in dieser Zeit verletzlich. Dieser Wolkengruppe – die Wolken stammen aus einer, maximal zwei Familien, dürfen also zusammen ohne Abstand in der Himmelsöffentlichkeit auftreten – sieht man ihre Verwundbarkeit unmittelbar an. An den Rändern lösen sie sich bereits auf, vergehen und verwehen. Das Innere scheint schon ganz durchsichtig, als sollte ihnen bald die Kraft des Zusammenhaltes ausgehen. Auch ihre Farben, diese sanften, von der Abendsonne gespeisten Orange- und Rosatöne, mitunter ins Bräunliche oder Violette spielend, werden nur von kurzer Dauer sein, und man ist gespannt, ob sich zuerst die Auflösung ihrer Form oder der Verlust ihrer Farbe vollziehen wird.

Zu früheren Zeiten hätten sachkundige Beschauer vermutlich versucht, aus solchen Wolken in die Zukunft, vielleicht in eine nicht zu weit fernliegende, zu blicken. Denn diese Wolken sind, für jedermann erkennbar, angetan und geneigt, zu uns zu sprechen. Sehen wir nicht die Lippen eines geschlossenen und die eines geöffneten Wolkenmundes? Dass sie laut sprechen, gar schreien, werden wir nicht erwarten, obwohl wir in dem offenen Schlund das Zäpfchen zu erspähen vermeinen. Aber das hat auch mit der schleierhaften Durchsichtigkeit dieser zarten Gebilde zu tun. Sie werden vergehend flüstern oder hauchen, aushauchen und uns vermahnen, ganz genau hinzuhören.

28.10.2020

44. Schwarzes Gewölk und Regenbogen 21.10.2020
Schwarzes Gewölk und Regenbogen 21.10.2020, 8.08 Uhr (OESZ)

Was soll man von einem Urlaubstag auf dem sonst so sonnigen Kreta erwarten, der so beginnt? Noch mehr Wolken, Regen, Gewitter, Wind, Sturm, Dunkelheit?
Ein Regenbogen könnte Hoffnung aufkommen lassen, aber dieser wird von finstren Wolkenmächten übermannt, verschlungen, aufgefressen. Oder ist er doch das Lichtschwert eines unsichtbaren Riesen, bereit die schwarzen Feinde aufzuspießen oder zu vertreiben? Schwer vorstellbar, angesichts der ungleichen Kräfteverhältnisse in diesem Himmel. Der Regenbogen wird keine Gelegenheit bekommen, sein Licht und seine Farbenpracht durchzusetzen.
Dabei hat er doch seit Alters her eine ganz hervorgehobene, man könnte sagen sonnenklare Bewandtnis: "Er soll das Bundeszeichen zwischen mir und der Erde sein. Wenn der Bogen in den Wolken erscheint, werde ich des ewigen Bundes gedenken." Das hat Gott selbst, schon vor Tausenden von Jahren, zu Noah gesagt, und der ist, um die Glaubwürdigkeit ins rechte Licht zu rücken, immerhin 950 Jahre alt geworden (also deutlich älter als zum Beispiel Egidius Kaub).
Diesen alten Überlieferungen traut man heute, warum auch immer, nicht mehr recht. Warum sollte man auch, bei diesen Aussichten? Welche finstren Gedanken sollte der zur Zeit offenbar nicht besonders liebe Gott gerade hegen? Hat irgendetwas nicht geklappt bei der Schöpfung?
Wir vertrauen bei Unwettern mehr festen Häusern als noch so geräumigen Hausbooten. Bei der Kommunikation mit dem Himmel vertrauen wir Satellitenschüsseln mehr als Sterndeutung und Antennen mehr als noch so fachkundig dargebrachten Brandopfern. Was soll ich also erwarten von diesem Tag? Der Blick zum Himmel ist für Hinweise zur Beantwortung dieser Frage ohnehin eine archaische Handlung. Ein schneller Blick auf die Wetterapp des Handys: Kreta, Agia Galini, 8.00 - 9.00 Uhr - "sonnig". Nicht zu glauben.

25.10.2020

Man sollte nicht alles so negativ sehen, – das ist schnell und leicht gesagt. Für diese grobe, zugleich einfache, fast primitive Manipulation einer Fotografie, die außerdem, wie ich gerne zugebe, durchaus etwas Effektheischendes hat, möchte ich mich entschuldigen. Auf der anderen Seite: wer ist in diesen Tagen gerne “positiv”? Diese verwehende Gewitterwolke über der Ägais, nach Rücksprache, jedenfalls nicht!

43. Verwehender Gewitteramboss über dem Meer, zur Zeit gerne negativ. 23.10.2020

19.10.2020

Als ob ein blauer Komet auf den blauen Planeten zustürzt. Bedrohung und Gefahr sind da, – aber das sind nur ein paar harmlose Abendwolken.

42. Blauer Komet 19.10.2020

18.10.2020

Dunkles Gewölk gibt es nicht nur am Niederrhein.

41. Regen und Sonne in Kreta 18.10.2020

16.10.2020

Aktuelles Stimmungsbild (mit nicht ganz aktuellen Wolken)

40. Aufziehendes Unwetter 02.07.2020

14.10.2020

Das ist die Auflösung der Aufgabe vom 12.10. und eine gewagte Kombination: das sonnenglänzende Wölkchenmeer der Ägäis vom 12.10.2015 und die durch graues niederrheinisches Gewölk blinzelnde Sonne von heute. Aber vielleicht geht es ja doch. Die gut fünf Jahre spielen für die Sonne natürlich keine Rolle, ein Wimpernschlag. Und in 3000 km Entfernung scheint doch die gleiche Sonne, allerdings häufiger, wärmer, kräftiger, goldener …

39. Niederrheinische Sonne über der Ägais 12.10.2015 / 14.10.2020

13.10.2020

Die Raketenstation Hombroich bietet den Besuchern besondere Beziehungen zum Himmel an. Durch die Öffnung der Kuppel sieht man, wie im Pantheon, nur ein kleines kreisförmiges Stück Himmel. Ohne Maßstab verliert man die Vorstellung von Größe, Entfernung, Räumlichkeit, Materialität. Es könnte eine marmorierte Scheibe sein, eine Glaskugel, ein ganzer Kosmos, ein Blick ins Jenseits, wer weiß?

38. Himmelkreis, Raketenstation Hombroich 13.10.2020

Das Gegenstück der Kuppel ist eine nach oben offene Halbkugel. Auch in deren Mitte befindet sich eine kreisrunde Öffnung, zu der man ganz gebückt, fast kriechend gelangen kann. Hat man die Mitte der Halbkugel erreicht, kann man wieder aufrecht stehen, über deren Rand aber nicht hinausblicken. Der so geschätzte Blick über den Tellerrand bleibt verwehrt. Man sieht nur die nackte Innenseite der Halbkugel und den Himmel, und man steht ganz allein und sehr bewusst unter ihm, alles andere ist verdeckt. So dürfte es jedenfalls ursprünglich vorgesehen gewesen sein. Inzwischen haben sich ein paar Zweige Zugang zum Blick des Eingeschlossenen verschafft, aber ohne ihn bei der Betrachtung des Himmels zu stören. Egidius Kaub wäre begeistert, auch über die wundersame Wandlung dieses Ortes. Aus einem Ort des zerstörerischen Grauens und des kalt-kriegerischen Wahnsinns wurde ein Ort der friedlichen Begegnung, der schöpferischen Beschaulichkeit, der Kunst.

37. Kein Blick über den Tellerrand, Raketenstation Hombroich 13.10.2020

12.10.2020

Nach dem düsteren Gewölk der letzten Tage hier ein tagesaktuelles Foto vom 12. Oktober, allerdings vor fünf Jahren. Ein in der Nachmittagssonne leuchtendes Stück Mittelmehr, die Ägäis, inselchen- aber nicht wölkchenfrei, vielmeer als nur Wolken über dem Mehr: ein Such- und Kombinationsspiel. Ordne jedem Schattenfleck das schattenwerfende Wölkchen zu, am einfachsten mit einer kurzen geraden Linie zwischen beiden. Viel Erfolg und Spaß!

36. Wolken und Schatten auf dem Meer 12.10.2015

11.10.2020

35. Bärentatzen 19.06.2019

Ohne die bahnbrechenden Erkenntnisse des Egidius Kaub wäre ein solches Gedicht völlig unverständlich:

herbstgefrinsel

die kolken kreveln weiter
der regen treibt die schwangen fort
schlawingen wimbeln heiter
greufel briemen flederstürme
drieselnd dräuen die gefirne
sanft verstruffen die krawunkel
und flaugen frenzeln unerkannt
gewalke ginstert übers land
schwogen schwirbeln ab ins dunkel

10.10.2020

34. Lichtdusche 09.10.2020

Eine Lichtdusche, von der man nicht richtig nass würde. Wenn es um das Licht der Erkenntnis ginge, bliebe man unerleuchtet. Dann macht man es sich schon lieber in einem flauschigen Wolkenloch gemütlich, um den dunkel-kühlen Herbsttag mit gebotenem Abstand von allem und jedem zu überstehen..

33. Flauschiges Wolkenloch 09.10.2020

09.10.2020

08.10.2020

Die Wolkendecke des Vergessens hat sich über einen genialen Wolkenforscher gelegt. Diese soll hier, jedenfalls ein kleines Stück, gelüftet werden.

32. Wolkendecke des Vergessens 06.10.2020

Egidius Kaub (1789 Düsseldorf – 1952 vermutl. Königshoven)

Schon als Kind ging Egidius Kaub oft zu einer kleinen Lichtung auf den Höhen des Grafenberger Waldes, um die Wolken zu betrachten. Als Jugendlicher soll er dort ganze Tage verbracht haben. Er wurde ein begeisterter Anhänger der Wolkenklassifikation von Luke Howard aus dem Jahre 1802. Allerdings hat Kaub Wolken so ausgiebig und umfassend beobachtet, betrachtet und erfasst, wie kein anderer seiner Zeitgenossen. So kam er mit der Howard’schen Begrifflichkeit in seinen eigenen Beschreibungsversuchen schnell an ein für ihn unbefriedigendes Ende. Er vermisste für seine wissenschaftlichen Untersuchungen ein umfassenderes Vokabular, das er schließlich selbst entwickelte und immer weiter verfeinerte. Ihm schwebte dabei einerseits eine präzise, andererseits eine verständliche Sprache vor, weshalb er meist auf lateinische Begriffe verzichtete. International geriet er damit aber schnell ins Abseits und auch im eigenen Land versanken seine Werke bald in Vergessenheit.

Nur durch Zufall gelangten einige Seiten aus einer der wenigen Publikationen dieses faszinierenden Wolkenforschers in meine Hände. Auf dieser mageren Grundlage aufbauend versuche ich in den kommenden Tagen, wenigstens einen kleinen Teil der Kaub’schen Fachterminologie verständlich zu machen. Es handelt sich dabei ausschließlich um Begriffe, die sich auf den Wolkentyp Cumulus mediocris beziehen. Bedenkt man, dass Kaub ähnliche Arbeiten zu allen zehn Wolkengattungen und ihren 256 Unterarten und Sonderformen verfasste, kann man sich ein gewisses Bild von der Schaffenskraft, aber auch von der Wolkenbesessenheit dieses Menschen machen.

Egidius Kaub starb vermutlich 1952 in Königshoven, einem Ortsteil von Bedburg, der 1983 abgebaggert wurde. Bei der Umsiedlung des Ortes fanden sich 1978 auf einem Dachboden eines geräumten Hauses an der Pannengasse 4 einige Utensilien und Schriftstücke von Kaub. Man vermutet deshalb, dass er dort seine letzten Lebensjahre in völliger Abgeschiedenheit verbrachte.

07.10.2020

Zu Ehren der Physik-Nobelpreisträger dieses Gedicht aus dem letzten Jahr:

06.10.2020

Eigentlich wollte ich heute einen ersten Bericht über den Wolkenforscher Egidius Kaub schreiben, aber dann sind mir doch wieder einige Tageswolken dazwischen gekommen und diese massive, unten wie mit dem Lineal gezogene, oben sehr flauschige Wolkendecke.

31. Oben und Unten 06.10.2020

05.10.2020

Die Wolkendecken-Fotos der letzten Tage umwölken meinen Kopf. In seinen grauen Zellen kreisen seitdem allerlei weiche und harte Formen von Decken und decken, Redewendungen und Sprichwörtern mit diesen Begriffen und, nicht zuletzt, die entscheidende Frage: wer steckt eigentlich mit den Wolken unter einer Decke?

Wolken-Decken, Wolken-Entdecken
Im Gegensatz zu einer Wolldecke verdeckt die Wolkendecke im allgemeinen nicht das, was unter ihr ist, sondern das, was sich über ihr befindet, und das ist eine ganze Menge. Es sei denn, man sitzt im Flugzeug. Dann meint man zwar, die Wolken verdeckten die ganze schöne Aussicht, aber das ist ein Irrtum. Sie verhindern ja nur den Blick auf unseren kleinen, manchmal blauen Planeten, während das All offen da liegt. Allerdings erkennt man dann auch, dass die Erde mit den Wolken unter einer Decke steckt. Und dass diese Wolkendecke den Erdenbewohnern nicht eines Tages schwer auf den Kopf fallen wird, ist - weiß Gott (?)- nicht ausgeschlossen. Da mag man sich lieber die Wolkendecke über den Kopf ziehen. Da mag man die Fakten zum Erdenklima noch so sorgsam unter der Wolkendecke zu halten versuchen oder gar den eigenen Dreck unter den Wolkenteppich kehren, - statt sich nach der Wolkendecke zu strecken und Ideen für eine Zukunft bis zur Wolkendecke zu stapeln.

04.10.2020

So könnte die gestrige Wolkendecke von oben ausgesehen haben.

30. Glühender Blumenkohl 19.10.2016

03.10.2020

Warum ausgerechnet heute? Ödgraue Trübnis, dann nassgraues Nieseln und finstergrauer Landregen. Warum tönt gerade auf der Fahrt nach Zons “…far, far away, with my head up in the clouds” aus dem Autoradio? Warum will ein schwarz-rot-goldenes Abendhimmelsbild nicht gelingen? Ausgerechnet heute. Und was würde Egidius Kaub dazu sagen?

29. Dunkle Abendwolkendecke 03.10.2020

02.10.2020

12 Mittag, die Sonne im Zenit, aber hinter grauen Wolken. Deshalb lässt sie sich, auch bei leichtem Regen, bereitwillig fotografieren.

28. Mittagssonne aus dunklen Wolken 02.10.2020

01.10.2020

Auch den zweiten Monat des Wolkenblogs eröffnet das Bild eines gefährdeten Spaziergangs.

27. Bedrohter Spaziergang 14.95.2014

Zur Zeit bin ich auf der Spur eines weitgehend unbekannten Wolkenforschers. Ich hoffe, in den nächsten Tagen mehr berichten zu können.

29.09.2020

26. Unter schwarzer Wolkendecke 21.10.2019

28.09.2020

25. Die Spitzen des Eisbergs 27.09.2020
Die Spitzen des Eisbergs
Zwei von der tief stehenden Abendsonne auf gelber Wiese hell angestrahlte Bunker? Die über die leichte Anhöhe ragenden oberen, nicht ganz unmilitärisch anmutenden, aber eigentlich doch recht friedlichen Geschosse der Hochhäuser an der Berliner Höhe. Gnädig verdeckt das abgeerntete Feld die unteren Teile der menschlichen Behausungen. Viel Menschliches haben sie nicht, außer der Winzigkeit unter dem riesigen Himmel. Oben schweben weiße Wolken im himmlischen, wenn auch leicht verschleierten Blau. In der Mitte verdunkeln und verdichten sie sich, geben das Weiß zugunsten unterschiedlicher Grautöne her, die unten zu düsteren, schwarz-blauen Schichten gerinnen. Schwer lasten sie auf den Gebäuden, drücken sie noch weiter herunter in den Staub. Eingesunkene Riesen oder die Spitzen des Eisbergs?

27.09.2020

24. Die vergessenen Halme 27.09.2020

26.09.2020

Die Zukunft des gestrigen Freitags geht auch am heutigen Samstag weiter – mit der Frage, woher eigentlich die Wolken stammen. Ausnahmsweise zeige ich dazu keine Wolkenfotografie, sondern eine Zeichnung aus der Serie der Himmelsbilder (das Foto dazu in der WOLKENGALERIE) und den eingeschriebenen Text.

23. Stefan Kaiser, Wolken machen, 2015, Fotografie und Zeichnung, 52 x 42,5 cm
Wolken machen
Das Wolkenmachen war lange Zeit eine den Göttern vorbehaltene Disziplin. Es war einfach unvorstellbar, dass so schöne, erhabene Gebilde von Menschenhand geschaffen werden könnten. Auch die offensichtliche Zugehörigkeit der Wolken zum Himmel schloss eine irdische Schöpfung aus, wenngleich die Menschen wohl immer schon in Dunst und Nebel die enge Beziehung zwischen Himmel und Erde, zwischen Wolken und Land erkannt haben müssen. Die Schönheit, Kraft, Majestät einer Kumuluswolke allerdings musste unbedingt das Werk eines Gottes sein, besonders dann, wenn sie sich zu einer Kumulonimbus, einer Gewitterwolke auswuchs und Blitz und Donner als himmlische Zeichen hinzutraten.
Das ist heute anders. Ein Braunkohlekraftwerk wie Neurath bei Grevenbroich, hier bei der Arbeit, kann mühelos die herrlichsten Wolken produzieren. An Blitz und Donner arbeiten sie noch. 
(Ende Gelände)

25.09.2020

Sollte ich etwas Abwertendes über die Septemberwolken in diesem unerfreulichen Jahr gesagt haben, nehme ich es mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. Heute morgen ist zunächst alles einheitlich trüb und grau, am Mittag ein kräftiger Regen und dann ein herrliches Wolkenspektakel (mehr in der WOLKENGALERIE).

22. Steiler Wolkenriese oder ist es eine Riesin? 25.09.2020
21. Weiße Krallen greifen ins Schwarze 25.09.2020
das wolkenlos

sie haben es schwer
zieh'n ständig umher
und finden keine ruhe

sie drängen sich dicht 
zu feucht-finstrer schicht
und kommen nicht zur ruhe

manche richten sich auf
bauen türme zuhauf
und kommen nicht zur ruhe

sie regnen sich ab
sie weinen sich aus
und zwar ganz ohne getue

sie lösen sich auf
verwehen ins nichts
sie leben nur wenige stunden
und niemals haben sie irgendwo
ihre letzte ruhe gefunden

das wolkenlos - ein schweres los
und gar nichts ist hier schwerelos

24.09.2020

Zu Ehren von Juliette Gréco greife ich ins Archiv. Eine südfranzösische Wolke über Puyloubier sollte passen.

20. Fisch-Vogel-Wolke, die sich auch kopfstehend wohl fühlt, 22.09.2018

23.09.2020

Neue Wolken braucht das Land, – sie kommen.

19. Immer mehr Wolken 23.09.2020
18. Regenverheißende Sonnenstrahlen 23.09.2020 (Regen gab’s aber nicht.)
17. Wolkenaufzug 23.09.2020

22.09.2020 “Herbstanfang”

Wieder wolkenlos, nicht mal zu einer verhuschten Zirruswolke reicht es heute. Wann hat es zuletzt geregnet? Der Wolkenblog müsste Antwort geben – und tut es auch: am 5. September, lange her. Die Wiesen sind immer noch braun, oder schon wieder? Wird der Traum vom ewigen Sommer jetzt auch am Niederrhein wahr? Ist das die “neue Normalität”, an die wir uns gewöhnen müssen, – ein September ohne Regen, aber mit Corona? Viele Fragen, keine Antwort, – die ist bekanntlich blowin’ in the wind . Morgen soll es Wolken geben, vielleicht auch welche mit Wind und Regen? Mal sehen.

16. So ähnlich könnten auch morgen Regenwolken aussehen, 02.07.2020

21.09.2020

15. Ohne Oben und Unten, 14.09.2020 – aber mit Stempel, 21.09.2020

20.09.2020

Nach einer dreitägigen Wanderung durch das Siebengebirge ist folgende Ergänzung notwendig:

14. Wolkenburg ohne Wolken 17.09.2020
Wolkenburg 
Die Wolkenburg, ein armer Berg
Hat keine Burg, hat keinen Stein
Nichts ist ihr geblieben
Sogar die Wolken, gerade die
Hat man von ihr vertrieben

Das Siebengebirge hat mehr als fünfzig Berge. Auf dem Ölberg gibt es kein Öl, auf dem Drachenfels keinen Drachen, die Breiberge sind nicht aus Brei, auf der Löwenburg gibt es keinen einzigen Löwen, aber eine Burg, wenn auch eine Ruine. Auf der Wolkenburg gibt es nicht mal die, und heute auch keine einzige Wolke. Die Wolkenburg ist ein Berg, ohne Burg. Aber es gab hier mal eine Wolkenburg, vom Kölner Erzbischof Friedrich I. 1118 errichtet. Die Burg ist “abgegangen”, – keine Mauer, kein Graben, kein einziger Stein, nicht die kleinste Spur ist übrig geblieben. Da erscheinen die flüchtigen Wolken doch sehr viel beständiger.

Aufgrund ihres wunderbaren Namens verleihe ich heute der Wolkenburg eine prächtige Kumuluswolke. Es bürgt das Firmament. Viersen, den 20.09.2020

13. Wolkenburg am 17.09.2020 mit Wolke vom 20.09.2020

15.09.2020

Manchmal ist man ja blind. Man sieht einfach nicht, was sich so alles über einem abspielt. Die Fotografie kann da weiterhelfen. Noch weiter hilft die digitale Bearbeitung. Die gefährlichen Wesen und Mächte des Himmels lassen sich so deutlich zum Vorschein bringen.

12. Zirrus, durch Negativ positiv getestet, 14.09.2020

14.09.2020

Die Gegner der Mobilfunkmasten haben es immer gewusst. Diese Technologie steckt mit den himmlischen (teuflischen) Mächten unter einer Decke. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dann ist es dieses Foto.

11. Mit den himmlischen Mächten im Bunde 14.09.2020

13.09.2020

Langweiliger wolkenloser Sommerhimmel – schönes Wetter. Das wollen die Wolkenfreunde nicht sehen. Deshalb hier ein besonderes Wolkengebilde:

10. Wolkenmaul 28.01.2020
Wolkenmaul

Kann ein Maul die Fäuste ballen?
Haben Lippen manchmal Krallen?
Lauern in den Wolken Fallen?

Was verschlingt der Wolkenschlund?
Läutet uns die letzte Stund'?

Der Wolkenkerl ist nicht geheuer!
Am Boden beben die Gemäuer!
Ein Spiel mit zügellosem Feuer!

Doch schon ein leichter Wind aus Westen
Lässt sanft vergeh'n die groben Gesten.

Im grauen Dunst verweh'n die Krallen.
Nichts ist mehr da, um sich zu ballen.

Hat sich am Wolkenmeer verschluckt
Hat Wolkenwellen ausgespuckt
Verschlingt sich selbst in geiler Gier
Das wilde wirre Wolkentier

12.09.2020

Wenn in einem Land, das den größten Brandstifter zum Präsidenten gewählt hat, die größten Brände lodern, könnte man das selbstgerecht für gerecht halten. Aber Vorsicht: der leicht diesige Himmel bei uns in diesen Tagen hat seine Ursache in Kalifornien. Das sagen die Meteorologen. Rauch und Qualm ziehen ungehindert über den Atlantik. One World – Wolken für alle. Hat diese Zirruswolke vielleicht etwas mit Feuer zu tun?

09. Sich auflösendes Flugzeug 02.06.2020

10.09.2020

Heute ist Schönwettertag. Gelegentlich greift der Himmel selber zur Feder.

08. Zirrusfeder 16.07.2019

07.09.2020

Bleiben wir noch etwas beim Regen. Zwar regnet es heute nicht, aber manchmal fühlt man sich so.

07. Überall Regen 29.3.2018

05.09.2020

Der unten angekündigte Regen (was wären Wolken ohne Wasser?) fällt heute ausgiebig. Aus trüben grauen Schichtwolken nieselt, tröpfelt und prasselt es. Sehenswerten Regen habe ich in der Vergangenheit gefunden.

06. Regenschein und Sonnenfall, 08.06.2012

04.09.2020

Hier ist noch ein weiterer wichtiger Akteur zwischen Himmel und Erde.

05. Vogel unter grauem Himmel, 30.04.2018
Vogel unter grauem Himmel, 2018

Alle Vögel fliegen hoch, - könnten es zumindest. Jedenfalls sind die meisten schon weggeflogen. Bis auf diesen einen, Krähe,Dohle,Taube, was weiß ich. Hätte den ganzen Himmel für sich. Das Firmament stünde ihm offen, trotz der dichten Wolken, die der Westwind über den Acker treibt. Könnte mit ihnen um die Wette fliegen, sich treiben lassen, ein paar kräftige Flügelschläge, berauschende Freiheit. Doch was macht er? Hockt da auf der tiefen Erde.
„Sehet die Vögel des Himmels“ hatte ich im Kopf, richtig aber steht geschrieben: „Sehet die Vögel unter dem Himmel an, sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater nährt sie doch.“ Nun gut, „unter dem Himmel“ könnte soviel bedeuten wie „auf der Erde“. Wir haben hier also einen Vogel unter dem Himmel, einen Erdvogel, einen Bodenhocker, der tut, wie es ihm von Matthäus geheißen.
Aber dass die Vögel nicht ernten, lässt sich guten Gewissens nicht aufrecht erhalten. Eigentlich tun sie den ganzen Tag nichts anderes. Saatkrähen säen nicht, sie ernten. Sehet die Vögel unter dem Himmel an, sie säen nicht, sie ernten aber ausgiebig, und sammeln, wenn auch nicht in die Scheunen, so doch in geheime Vorratslager. Über Vögel wussten Jesus und Matthäus also offenbar nicht all zu viel.
Aber sie haben doch die besondere Nähe der Vögel zum Himmel anerkannt. Sogar die Ernährung durch einen himmlischen Vater wird ihnen zugestanden. Und vielleicht ist dieser Vogel unter den grauen Wolken gerade dabei, über seine besondere Beziehung zum Himmel nachzudenken, und das kann er auf der Erde hockend am besten.

Sehet die Vögel im Himmel herumfliegen. Alle Vögel fliegen hoch. Vom himmlischen Vater weit und breit nichts zu sehen. Sie fliegen hoch, nach der Ernte und nach dem Anlegen vermeintlich geheimer Vorratslager. Fliegen hoch zwischen den grauen Wolken, berauschende Freiheit. Aber wenn sie zurückkommen... .

03.09.2020 Die kleine Anhöhe, auf der soviel Himmel ist, der Himmel selbst, natürlich die Wolken, die Sonne, – und jetzt der Mond. Die wesentlichen Akteure sind damit schon am dritten Tag vorgestellt. Was noch fehlt, das sind Regen und Wind.

04. Mond im nächtlichen Gewölk, 01.09.2020, 23.48 Uhr
03. Ein sehr konzentrierter Vollmond in recht wirren Wolken, die sich dieser aber gefügig zu machen sucht, so kurz vor Mitternacht. 01.09.2020, 23.59 Uhr

02.09.2020 Ein Blick in die Zukunft. Naja, ein “richtiger” Blog wird es wohl nicht werden, – ich will ja auch kein Blogwart sein – aber hoffentlich eine kleine Freude für Wolkenfreunde.

02. Gegensonne in schwarzen Wolken 27.10.2018

01.09.2020

Mit einem Knaller mag das Experiment starten. Das Foto stammt vom 14.08.2020. Der Turm wird noch öfter auftauchen. Das ist die sanfte Anhöhe in meiner Nachbarschaft. Die meisten Fotos, die hier zu sehen sein werden, sind ungefähr von dort aufgenommen, wo sich die beiden mutigen Spaziergänger gerade befinden. Ahnen sie (Sie), was sich da gerade hinter ihnen (Ihnen) zusammenbraut?

01. Ernste Bedrohung 14.08.2020